Pilzfreunde aufgepasst

Asunción: Nachdem Forscher die Nachricht erhielten, dass angeblich eine neue Pilzart aufgetaucht sei, die einige Bewohner aus Areguá entdeckt haben, begann man mit Untersuchungen über den Fall.

Forscher vom Nationalen Rat für Wissenschaft und Technologie, Conacyt, haben beschlossen, eine Untersuchung über den Pilz “Phlebopus beniensis“ durchzuführen. Sie hatten Informationen erhalten, dass dieser Pilz in Areguá in großer Menge gegessen wird.

Sie analysierten daraufhin die biochemischen, ernährungsphysiologischen sowie toxikologischen Eigenschaften des Pilzes und stellten fest, dass er für die menschliche Gesundheit nicht schädlich und zum Verzehr empfehlenswert sei. Phlebopus beniensis stammt aus der Familie der wilden Steinpilze.

Wilde oder gezüchtete Pilze könnten als Ersatz für Proteine, Ballaststoffe und cholesterinfreie Fette in Fleischprodukten verwendet werden. Die Studie wurde unter anderem von den Forschern Michelle Campi und Claudia Mancuello durchgeführt. In ihren Ergebnissen schlagen sie auch vor, dass die Suche nach Speisepilzen wegen möglicher Risiken durch Verunreinigungen nicht in der Stadt, sondern auf dem Land erfolgen sollte. Der Pilz lasse sich auch gut trocknen, wenn man sie in großen Mengen sammelt, um den Geschmack zu bewahren.

„Vorläufige toxikologische Studien deuten darauf hin, dass der Pilz essbar ist, insbesondere angesichts früherer Berichte über seinen sicheren Verzehr durch lokale Bewohner aus Areguá. Mit dem wachsenden Interesse an gesunder und alternativer Ernährung sind viele Menschen daran interessiert, mehr über essbare Pilze aus Paraguay zu erfahren“, behaupten sie von der Conacyt.

In diesem Sinne könnte die Art Phlebopus beniensis als “hervorragende Quelle für Protein, Fett und Kohlenhydrate“ angesehen werden. „Der Pilz hat ein hohes Potenzial, durch seine Nutzung als kulinarische Ressource neue Märkte und Möglichkeiten zur Ernährungssicherheit für gefährdete Bevölkerungsgruppen in Südamerika zu eröffnen“, fügt der Wissenschaftsrat hinzu.

Wochenblatt / Ultima Hora

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2 Kommentare zu “Pilzfreunde aufgepasst

  1. Oh ja! Pilze sind ja sooooo nahrhaft!
    Sie enthalten zwar einige Vitamine und Mineralstoffe, aber ansonsten enthalten 100 g Pilze etwa 2,5 bis 5,5 Gramm Eiweiss, 3 bis 6 g Kohlenhydrate, 2 bis 4 g Ballaststoffe und so gut wie kein Fett.
    Der Rest ist Wasser.
    Da bräuchte es riesige Mengen an Pilzen, um damit viele Menschen zu ernähren.
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    Wie scharfsinnig diese Forscherinnen doch sind!
    Da essen die Menschen diesen Pilz schon seit Jahren und sie brauchen eine Studie dafür, um festzustellen, daß der Pilz essbar und nicht giftig ist………

  2. Diese Studie hätten sie besser in den deutschen Kolonien durchführen sollen wo Jägerschnitzel sicher zur Standardnahrung gehört. Da muss ich gleich an Otto denken: „Ein Mädel ging oft Pilze pflücken und musste sich gar oftmals bücken. Jetzt stilltse, scheiß Pilze“

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