Villeta: Anfang der Woche wurde die Vermisstenmeldung für Evelyn Andrea Galeano Jara, 22 Jahre alt, aus der Stadt Villeta, aufgegeben. Die junge Frau wurde zuletzt am Abend dieses Tages gesehen, als sie unerwartet ihr Haus verließ, ohne irgendwelche persönlichen Gegenstände mitzunehmen.
Die 22-jährige Frau, deren Aufenthaltsort unbekannt war, wurde schließlich nach einer intensiven Suche durch ihre Angehörigen gefunden. Dann enthüllte man den Grund für ihr überraschendes Verschwinden.
Da es keine Neuigkeiten über ihren Verbleib gab, erstatteten ihre Angehörigen Anzeige bei der Polizei, woraufhin eine intensive Suche eingeleitet wurde, die einen Tag später ihr Ende fand. Andrea wurde wohlbehalten aufgefunden, nachdem mehr als ein Tag voller Ungewissheit und Sorge vergangen war. Als sie zu den Gründen für ihr Verschwinden befragt wurde, überraschte sie alle mit einer schockierenden Enthüllung.
„Ich war entschlossen, Selbstmord zu begehen, aber ich wollte meinem Baby nichts antun. Ich bin nur weggegangen, um ein Zuhause für mein Kind zu suchen”, sagte sie unter Tränen in einem Interview und offenbarte damit die tiefe emotionale Not, die sie zu dieser Entscheidung getrieben hatte.
Ihrer Aussage zufolge äußerten die Eltern ihres Lebensgefährten (mit dem Namen Bruno) Verachtung für das Baby, das sie erwartet. „Sie sagten mir, dass dieses Kind nichts wert sei, und lachten mich aus.” Ihre Schwiegereltern hätten sogar einen DNA-Test verlangt, um zu bestätigen, dass es sich tatsächlich um ihren Enkel handele. Außerdem wurde sie dafür kritisiert, „schwanger geworden zu sein”, und man sagte ihr, sie „müsse sich überlegen, wo sie ihr Kind großziehen wolle”.
„Sein Vater und seine Mutter haben ihm viel eingeredet. Er (ihr Freund) hatte sich bereits damit abgefunden und mir gesagt, dass er mich unterstützen und mich nicht allein lassen würde”, fügte sie im Interview hinzu und gab beiden die Schuld für das Geschehene.
Wochenblatt / Hoy / SNT















Land Of Confusion
Es scheint wohl nicht unüblich in Paraguay zu sein, dass die „Schwiegeeltern“ einer jungen Frau, diese knallhart ablehnen, ich erinnere mich an den Mord vor einigen Wochen an ein schwangeres 17-jähriges Mädchen, wo mindestens 4 oder 5 Leute im Umfeld des Kindsvaters beteiligt waren.
Da hier in Paraguay so unfassbar stark auf Status geachtet wird, war das Mädchen bestimmt den Eltern des Jungen nicht „gut“ genug. Das geht so ab wie im indischen Kastensystem: Nur jemanden heiraten in der gleichen Kaste!
Deswegen sind eine hohe Anzahl der Ehen hierzulande nur Zweckehen, besonders in den oberen Kreisen. Die Ehe an sich ist ja in Paraguay auch ein Statussymbol. Treu sind aber nur die Wenigsten.
Armes Mädchen – gerade wenn man so jung ist und schwanger wird, sollte man diese psychisch unterstützen. In 1.Weltstaaten gibts dafür profesionelle Beratung, in Paraguay, was ja laut dem Marionettenpräsident ein „familienfreundliches“ Land sein soll, Schimpf und Schande von verstrahlten „Schwiegereltern“.