Feuriges Erbe: Die gefährliche Tradition der Brandrodung bringt das Land an den Abgrund

Asunción: Das Vordringen von Brandherden in verschiedenen Teilen des Landes, inmitten extremer Temperaturen und einer anhaltenden Dürre, hat eine massive Ausweitung der Luft- und Bodeneinsätze erzwungen. Ohne die Unterstützung des Militärs hätte die Katastrophenschutzbehörde SEN ihre Ressourcen bereits vollständig aufgebraucht.

Arsenio Zárate, Minister des nationalen Notfallsekretariats (SEN), erklärte, dass die überwiegende Mehrheit der im Land registrierten Brände vorsätzlich gelegt wurde. Er führt den Ursprung auf Praktiken wie das Abbrennen zur Grundstücksreinigung, die Jagd oder das unsachgemäße Löschen von Feuern bei der Wildhonigernte zurück.

Zárate betonte, dass nach seiner Erfahrung und technischen Berichten “99 % provoziert“ seien, und warnte davor, dass diese Situation fortbestehen werde, solange keine beispielhaften Strafen verhängt werden. Er erklärte dazu, dass die SEN selbst keine Befugnis zur Verhängung von Bußgeldern habe; diese Zuständigkeit liege beim Umweltministerium und dem Forstinstitut (Infona). Dennoch würden die Kontrollen mit Unterstützung der Streitkräfte und freiwilliger Feuerwehren weiter verstärkt.

Der Minister berichtete zudem, dass jede Woche Familien unterstützt werden müssen, deren provisorische Behausungen durch Brände zerstört wurden. Angesichts der extremen Lage wurden strafrechtliche Konsequenzen gegen Personen angekündigt, die verantwortungslos Feuer entfachen. Die Behörden befinden sich in höchster Alarmbereitschaft, da das SEN angesichts der Vielzahl aktiver Brandherde an der Grenze seiner operativen und finanziellen Kapazität arbeitet.

Wochenblatt / El Nacional / Beitragsbild Archiv

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