Ciudad del Este: Die Staatsanwältin Vivian Coronel von der Spezialeinheit für strafbare Handlungen gegen Kinder und Jugendliche hat Anklage gegen einen 68-jährigen Mann wegen des mutmaßlichen sexuellen Missbrauchs seiner minderjährigen Nichte erhoben.
Gleichzeitig beantragte die Vertreterin der Staatsanwaltschaft beim Gericht die Feststellung der Rebeldía (Prozessunfähigkeit durch Flucht/Ungehorsam) und einen Haftbefehl gegen den Beschuldigten, der sich derzeit der Justiz entzieht.
Die Ermittlungen begannen nach einer formellen Anzeige durch den Vater des Opfers am 20. Januar 2026. Laut Anklageschrift ereigneten sich die sexuellen Übergriffe systematisch zwischen 2017 und 2020 in einem Haus im Stadtteil Km 9 Monday in Ciudad del Este. In diesem Zeitraum soll der Mann seine Nichte, die damals zwischen 8 und 11 Jahre alt war, unter Ausnutzung des familiären Naheverhältnisses sexuell missbraucht haben.
Die Vorfälle kamen erst kürzlich ans Licht, als die heute 16-jährige Jugendliche ihrem Vater die Missbräuche gestand, die sie in ihrer Kindheit durch ihren Onkel erlitten hatte. Das Opfer berichtete gegenüber dem Zentrum für Opferbetreuung, dass der Beschuldigte sie in ein Zimmer brachte, um sie im Intimbereich zu berühren und andere unzüchtige Handlungen vorzunehmen.
Zudem gab die Jugendliche an, dass einige Übergriffe in einem Auto stattfanden, während der Verdächtige sie unter Vorspiegelung falscher Tatsachen gegenüber anderen Verwandten zu seinem Wohnsitz mitnahm. Den Berichten zufolge nutzte der Mann ständige Drohungen, um das Schweigen des Kindes zu erzwingen und seine Triebe über mehrere Jahre hinweg zu befriedigen.
Die Staatsanwaltschaft stützt die Anklage auf dringende Verdachtsmomente, darunter ein gerichtsmedizinischer Bericht und die psychologische Betreuung durch das Zentrum für Opferbetreuung. Obwohl die körperliche Untersuchung ergab, dass es nicht zum Geschlechtsverkehr kam, enthüllte das psychologische Interview faktische Hinweise auf die mutmaßliche Beteiligung des Beschuldigten an den angezeigten Handlungen. Die Spezialeinheit begründete ihren Antrag mit den Bestimmungen des paraguayischen Strafgesetzbuches, um sicherzustellen, dass der Beschuldigte der Justiz zugeführt wird.
Wochenblatt / adn digital















