Asunción: Trotz der massiven Preissprünge auf dem Weltmarkt, ausgelöst durch die eskalierenden Konflikte im Nahen Osten, gibt die paraguayische Regierung Entwarnung für die Kunden der staatlichen Tankstellenkette Petropar. Industrieminister Marco Riquelme versicherte heute, dass die Preise an den Petropar-Säulen vorerst nicht angehoben werden.
Während private Anbieter bereits reagiert und die Preise um 350 bis 700 Guaranies pro Liter erhöht haben, nutzt die Regierung ihre strategischen Reserven, um die Bürger vor Mehrbelastungen zu schützen.
Strategische Vorsicht statt Preisschock
Riquelme betonte, dass die Regierung die finanzielle Stabilität der Bevölkerung priorisiere. „Wir haben von Anfang an beschlossen, nichts zu überstürzen“, erklärte der Minister. Er wies darauf hin, dass die Kraftstoffpreise seit Amtsbeginn bereits um insgesamt 1.800 Guaranies gesenkt werden konnten. Dank ausreichender Lagerbestände, die noch zu den alten Konditionen eingekauft wurden, sei die Versorgungssicherheit im staatlichen Sektor ohne sofortige Preiserhöhungen gewährleistet.
Marktbeobachtung und Entscheidungsfreiheit
Zwar hat der Staat keinen Einfluss auf die Preisgestaltung der privaten Unternehmen im freien Markt, doch fungiert Petropar als Stabilitätsanker. Die Regierung beobachtet die volatile Lage auf den internationalen Märkten täglich. „Wir sind wachsam und bereit, weitere Entscheidungen zu treffen“, so Riquelme abschließend.
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