Skandal in Villarrica: Deutscher Investor von 17 Personen enteignet – Justiz schaut zu!

Villarrica: Ein prominenter Fall von Landbesetzung sorgt in der deutschen Gemeinschaft für Aufsehen. Der deutsche Staatsbürger Friedbert Andreas Pfeifle wartet seit Monaten darauf, dass die Justiz eingreift, während sein Eigentum von einer Gruppe Besetzer kontrolliert wird. Nun bricht sein Rechtsbeistand das Schweigen.

Letzte Woche fand in Villarrica eine Pressekonferenz statt, die ein Schlaglicht auf ein wachsendes Problem in der Region wirft: Die illegale Besetzung von Privatgrundstücken. Im Zentrum steht der Deutsche Friedbert Andreas Pfeifle, dessen Immobilie von mehreren Personen besetzt wurde.

Die Masche der “schleichenden Besetzung“

Laut dem bekannten Immobilienunternehmer Raúl Girala, der den Geschädigten unterstützt, erfolgte die Invasion nicht über Nacht. Die Besetzer drangen nach und nach auf das Gelände vor und festigten ihre Präsenz, bis der rechtmäßige Eigentümer keinen Zugriff mehr auf sein Land hatte.

„Es ist notwendig, dass die Justiz endlich handelt und dem Betroffenen sein Eigentum zurückgibt“, betonte Girala vor den Medien. Der Fall hat mittlerweile juristische Dimensionen erreicht: Insgesamt 17 Personen sind in diesem Zusammenhang bereits von der Staatsanwaltschaft angeklagt.

Signalwirkung für ausländische Investoren

Der Fall Pfeifle wird in der Region genau beobachtet, da er die Sicherheit von Investitionen in Paraguay infrage stellt. Villarrica und die umliegenden Kolonien wie Independencia sind beliebte Ziele für deutsche Einwanderer. Wenn der Staat den Schutz von Privateigentum nicht garantiert, könnte dies weitreichende Folgen für das Vertrauen der deutschen Community haben.

Die Verteidigung fordert nun eine schnelle Räumung und die Wiederherstellung des Rechtszustandes. Trotz der 17 Anklagen ziehen sich die Verfahren oft in die Länge, was bei den Betroffenen zu großer Frustration führt.

Wochenblatt / Radio Guairá 840 AM

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2 Kommentare zu “Skandal in Villarrica: Deutscher Investor von 17 Personen enteignet – Justiz schaut zu!

  1. Wenn die Justiz nichts unternimmt dann kann es sein das die Anzeige bei der Staatsanwaltschaft zu spät getätigt wurde. Man hat laut den Gesetzen ein Jahr Zeit dies vor der Staatsanwaltschaft anzuzeigen und diese räumt dann notfalls auch mit Gewalt die Besetzer vom Land. Wenn die Besetzer mehr als ein Jahr drauf sind und man zeigt es an, dann reagiert die Staatsanwaltschaft nicht, da es nicht das korrekte vorgehen ist. In diesem Fall muss ein „Interdicto de recuperar posesion“ angestrengt werden, welches Jahre dauern kann und auch sehr teuer ist.

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