Asunción: Der Stromverbrauch in Paraguay verzeichnete in den ersten Monaten des Jahres 2026 einen deutlichen Anstieg. Grund dafür sind der wirtschaftliche Aufschwung und die gesteigerte Aktivität in verschiedenen Produktionssektoren.
Daten der staatlichen Stromgesellschaft ANDE belegen, dass die kumulierte Nachfrage zwischen Januar und März im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17,5 % gestiegen ist.
Der größte Sprung wurde im März beobachtet, als der Verbrauch im Jahresvergleich um 27 % zunahm und insgesamt 3.271.101 Megawattstunden (MWh) erreichte. Diese Entwicklung ist auf die erhöhte Aktivität in der Industrie, im Handel sowie im privaten Haushaltsverbrauch zurückzuführen.
Versorgung und Infrastruktur
Trotz des massiven Anstiegs konnte das Stromsystem die Nachfrage problemlos decken. Der Hauptteil der Energie stammte aus dem binationalen Kraftwerk Itaipú, gefolgt von Yacyretá und dem Wasserkraftwerk Acaray. Gemeinsam sicherten diese Werke die Energieversorgung des Landes.
Zusätzlich wurden neue Quellen in das Netz integriert, wie etwa eine Solaranlage in Puerto Esperanza im Chaco. Auch wenn deren Beitrag derzeit noch gering ist, markiert sie einen wichtigen Schritt hin zu einer diversifizierten Matrix mit einem höheren Anteil an erneuerbaren Energien.
Wirtschaftswachstum als Motor
Die ANDE wertet dieses Verhalten als klaren Indikator für das Wirtschaftswachstum, das durch verstärkte Investitionen und eine Belebung in verschiedenen Branchen vorangetrieben wird. Vor diesem Hintergrund setzt die Institution ihre Infrastrukturprojekte im Bereich der Übertragungs- und Verteilungsnetze fort, um einen effizienten Service zu garantieren und mit der steigenden Nachfrage Schritt zu halten.
Wochenblatt / adn paraguayo / Beitragsbild Archiv















