Asunción: Jeder, der sich in Paraguay am Straßenverkehr beteiligt, kennt das Gefühl: Es herrscht ein Gesetz des Stärkeren. Ob riskante Überholmanöver, ignorierte Ampeln oder das völlige Fehlen von Rücksichtnahme – die Straßen des Landes sind Schauplatz einer gefährlichen Dynamik geworden.
Doch während die Unfallzahlen steigen, stellt sich die dringende Frage: Liegt es an der mangelnden Infrastruktur, fehlenden Kontrollen oder schlicht an einer tief verwurzelten Mentalität der Rücksichtslosigkeit?
Der aktuelle Podcast von der Zeitung Ultima Hora geht dieser lebenswichtigen Frage auf den Grund und lässt einen Experten sprechen, der die Abgründe unseres Verkehrssystems wie kaum ein anderer kennt.
In dieser Episode sprachen Journalisten mit Luis Christ Jacobs, dem ehemaligen Chef der Straßenpolizei (Patrulla Caminera) und Ex-Direktor der Stadtpolizei von Asunción (PMT), über den Verkehr, die geltenden Regeln und die Frage, wie mangelnde Kontrolle direkt zu immer schwereren Unfällen führt.
Jacobs betonte, dass in Paraguay eine Art “falsch verstandene Freiheit“ herrsche. Sobald sich jemand hinter das Steuer setzt, glaubt er oft, mehr Rechte zu haben als alle anderen Verkehrsteilnehmer.
Nach seiner Einschätzung würden eine bessere Überwachung und strengere Kontrollen dabei helfen, die Ordnung auf den Straßen wiederherzustellen und rücksichtslose Manöver, die täglich Leben fordern, drastisch zu reduzieren.
Wochenblatt / Ultima Hora / Beitragsbild Archiv















