Die Goldgrube auf dem Arbeitsmarkt: In diesem Beruf hat man den Traumjob sofort sicher

Asunción: Anlässlich des Tags der Arbeit letzte Woche zeichnete der Arbeitsmarktexperte Enrique López Arce ein aktuelles Bild der Lage: Er hob den Zuwachs von 300.000 Angestellten in der Privatwirtschaft innerhalb von vier Jahren hervor, warnte jedoch davor, dass nur 10 % der Erwerbstätigen mehr als 10 Millionen Guaraníes verdienen.

Er riet jungen Menschen dringend dazu, technische Berufe ins Auge zu fassen und das Vorurteil des “Schreibtischjobs“ abzulegen.

Der Arbeitsmarktexperte Arce analysierte das aktuelle Panorama und berichtete, dass es zwar mehr Menschen mit Sozialversicherung und Rentenanspruch gebe, die Qualität der Gehälter und Vorurteile bei der Einstellung jedoch weiterhin die Bremsklötze für die Entwicklung seien.

Den von Arce analysierten Daten zufolge stieg die Zahl der Angestellten in der Privatwirtschaft zwischen 2022 und 2026 von einer Million auf 1.370.000 Personen. Dieser Zuwachs von fast 300.000 Arbeitnehmern mit gesetzlichem Schutz ist eine positive Nachricht. Zudem berichtete er, dass die Beschäftigung im öffentlichen Dienst rückläufig ist.

Er bedauerte jedoch, dass von den mehr als 3,3 Millionen paraguayischen Erwerbstätigen nur rund 300.000 mehr als drei Mindestlöhne (etwa 10 Millionen Guaranies) verdienen.

„Unsere Herausforderung besteht darin, das Lohnniveau zu verbessern und die Debatte auf eine Abkopplung (Deindexierung) zu konzentrieren. Wenn der Mindestlohn steigt, dürfen die Preise für den Warenkorb und Kreditraten nicht automatisch in die Höhe schießen“, erklärte er.

Die “Goldgrube“: Elektroingenieurwesen

Für diejenigen, die sich fragen, was sie studieren sollen, um ihre Zukunft zu sichern, legte Arce Daten einer aktuellen Untersuchung vor. Elektroingenieurwesen ist demnach der Studiengang mit der höchsten Vermittelbarkeit und den besten Gehältern bei den zehn größten Steuerzahlern des Landes.

Er führte aus, dass große Industrieunternehmen und Banken in den letzten drei Jahren 40 Elektroingenieure eingestellt haben, das Land jedoch jährlich nur etwa 20 Absolventen in diesem Bereich hervorbringt.

„Jeder zweite Absolvent hat einen Arbeitsplatz in einem Großunternehmen mit den besten Gehältern Paraguays sicher“, bekräftigte er.

Zudem rief er dazu auf, das Paradigma zu brechen, dass nur Büroarbeit würdevoll sei. „Der Klempner, der Mechaniker oder der Klimatechniker haben Geld im Portemonnaie und bezahlen ihre Rechnungen, während der kaufmännische Angestellte mit Krawatte wegen eines Vorurteils oft nicht bis zum Monatsende durchkommt“, stellte er klar.

Die Hürden des Alters und der Diskriminierung von Frauen abbauen

Arce kritisierte die Personalauswahl “nach Bauchgefühl“ in Kleinstunternehmen. Er bedauerte, dass Menschen über 50 immer noch aufgrund des Mythos aussortiert werden, sie würden die Technologie nicht beherrschen, obwohl Erfahrung ein fundamentaler Wert ist.

Ebenso prangerte er die Diskriminierung an, die junge Frauen erleben: „In Vorstellungsgesprächen werden sie gefragt, ob sie einen Freund oder kleine Kinder haben, um herauszufinden, ob sie bei der Arbeit ausfallen könnten. Das ist völlig illegal“, erinnerte er.

Er berichtete sogar von schmerzhaften Fällen, in denen Mütter ihre Mutterschaft verheimlichen müssen, um nicht abgelehnt zu werden – eine Realität, die nach mehr Bewusstsein und Professionalität in den Personalabteilungen verlangt.

Den Jugendlichen, die jedes Jahr die Schule abschließen, gab López Arce einen Rat mit auf den Weg: „Dein erster Job wird nicht dein Traumjob sein. Er ist Teil eines Prozesses. Manchmal muss man tun, was man nicht liebt, um seine wahre Leidenschaft im Leben zu finanzieren.“

Wochenblatt / ABC Color / Beitragsbild Archiv

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