Gefährliche Haustiere: Gesundheitsministerium warnt vor Zunahme von Affenbissen

Asunción: Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 250 Fälle von Affenbissen registriert. Infolgedessen wurden die Bestände an Tollwut-Impfstoffen verstärkt, wie der Direktor des Erweiterten Immunisierungsprogramms (PAI), Luis Cousirat, mitteilte.

Bisher wurden 2.000 Impfdosen geliefert, weitere 19.000 werden noch in diesem Monat erwartet. Grund für den Bedarf ist die steigende Zahl von Bissen durch Affen, die als Haustiere gehalten werden, so ein Bericht von NPY.

Direktor Cousirat betonte, dass Bisse von Wildtieren zwingend eine Tollwut-Impfung sowie die Verabreichung von Antirabies-Serum erfordern. „Im letzten Jahr hatten wir mehr als 250 solcher Fälle“, erklärte er. Er hob hervor, dass besonders viele Vorfälle mit domestizierten Affen gemeldet wurden.

Als Anlaufstelle nannte er das Nationale Tollwutzentrum (Centro Antirrábico Nacional) auf dem Campus der Nationalen Universität von Asunción (UNA) in San Lorenzo (ca. km 10,5 der Ruta Mariscal Estigarribia). Dort seien Impfstoff und Serum vorrätig, die Behandlung werde jedoch auch dezentral in anderen Krankenhäusern landesweit angeboten.

„Wenn ein Affenbiss erfolgt, sind grundsätzlich vier Dosen des Tollwut-Impfstoffs sowie eine Dosis des Serums erforderlich“, so Cousirat abschließend. Für weitere Informationen steht die Telefonnummer (021) 577200 zur Verfügung.

Abschließend appellieren Experten und Behörden an die Vernunft der Bürger: Ein Affe ist kein Schmusetier, sondern ein Wildtier mit unvorhersehbaren Instinkten. Wer trotz der Risiken einen Primaten hält, trägt nicht nur die Verantwortung für das Tier, sondern auch für die Sicherheit seiner Mitmenschen. Im Falle einer Verletzung darf keinesfalls gewartet werden – der sofortige Weg ins Impfzentrum ist lebensnotwendig, um die tödliche Gefahr der Tollwut rechtzeitig abzuwehren.

Wochenblatt / Ultima Hora / X / Beitragsbild Archiv

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