Weniger Ausgaben pro Einkauf, aber voller als je zuvor: Der neue Shopping-Trend in Paraguay

Asunción: Das Konsumverhalten in den Einkaufszentren verändere sich. Laut einem Bericht von Bancard und der Kammer der Einkaufszentren Paraguays hat sich das Einkaufsvolumen zwischen 2020 und 2026 verfünffacht.

Im ersten Tertial dieses Jahres erreichte es fast 1 Billion Guaranies, was einem Wachstum von 7 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Obwohl der durchschnittliche Einkauf um 4 % sank, spiegelt dieser Wert eine höhere Frequenz von Besuchen und eine Zunahme von Alltagsbepflanzungen innerhalb der Malls wider.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Einkaufszentren nicht mehr reine Orte für den Kleidungskauf sind. Sie haben sich zu Räumen für den ganzheitlichen Konsum entwickelt, in denen Supermarkteinkäufe, Gastronomie und Unterhaltung die Besucher dazu bewegen, die Malls deutlich häufiger aufzusuchen.

Die dynamischsten Branchen im Vergleich

Was die dynamischsten Sektoren betrifft, so machen Modegeschäfte nach wie vor den Großteil der Einkäufe aus und verzeichneten ein Wachstum von 2 %, wenngleich sich ihr Gesamtanteil leicht verlangsamt. Restaurants hielten ein stabiles Wachstum von 8 %. Die Supermärkte hingegen führten die Expansion mit einem satten Zuwachs von 32 % an und festigten damit ihre Position als das am schnellsten wachsende Segment innerhalb der Shopping-Malls.

Ausländische Käufer und Zahlungsmodalitäten

Ausländische Verbraucher machten im ersten Tertial 2026 gut 14,22 % der Gesamteinkäufe in den paraguayischen Einkaufszentren aus und etablierten sich damit als wichtiges Kundensegment für den Handel. Ihr durchschnittlicher Einkaufsbetrag lag bei 288.000 Guaraníes. Die Mehrheit der Transaktionen wurde mit Kreditkarte abgewickelt (72 %), während 28 % auf Debitkarten entfielen. Unter den ausländischen Käufern führen die Argentinier das Ranking mit einem Anteil von 34 % an, obwohl sie im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von 25 % verzeichneten.

Stoßzeiten und der Siegeszug des QR-Codes

Die Einkäufe in den Centren konzentrieren sich vor allem auf das Wochenende. Der Samstag ist dabei der umsatzstärkste Tag mit einem Transaktionsvolumen, das um 55 % höher liegt als an einem Montag. Die Studie identifiziert zudem zwei Hauptkonsumzeiten: zwischen 12:00 und 14:00 Uhr, angetrieben durch die Gastronomie und die Food-Courts, sowie zwischen 17:00 und 20:00 Uhr. In letzterem Zeitraum wird der absolute Höchstwert an Transaktionen erreicht – begünstigt durch das “After-Office“-Phänomen, das Shopping, Unterhaltung und Gastronomie miteinander verbindet. Darüber hinaus gewinnen digitale Zahlungsmethoden immer weiter an Boden: 7 von 10 Einkäufen in den Shopping-Malls werden mittlerweile per QR-Code bezahlt.

Wochenblatt / Megacadena

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