Asunción: Der Vorstandsvorsitzende von Atome PLC, James Spalding, der unter Horacio Cartes der Vorsitzende von Itaipú Binacional war, äußerte sich besorgt über die Aufhebung der Tarifverordnungen. Das Unternehmen plant, Kredite in Höhe von 420 Millionen US-Dollar aufzunehmen, um das Energieerzeugungswerk in Villeta zu errichten.
Der Cartes-Soldat Spalding versicherte, dass das Unternehmen alle verfügbaren Wege ausschöpfen und mit den Behörden verhandeln werde, um eine Einigung zu erzielen. Was dies bedeutet, kann man sich gut vorstellen. „Ich werde alles versuchen, und wir werden so lange verhandeln, bis es keine Möglichkeit mehr dazu gibt. Die Zeit drängt, wir haben bereits Verträge unterzeichnet, aber wir sind der Überzeugung, dass hier letztendlich alle verlieren“, erklärte er in einem Gespräch mit dem Radiosender Monumental.
Der Unternehmer übte Kritik an den Protesten der Gewerkschaft der ANDE-Mitarbeiter (Sitrande), die sich gegen Vorzugstarife für ausländische Unternehmen ausspricht. Die Gewerkschaft argumentiert, dies bedeute einen Verkauf von Energie unterhalb der tatsächlichen Kosten und stelle damit eine verdeckte Subvention für ausländische Betriebe dar, die nur sehr wenige Arbeitsplätze im Land schaffen.
„Die Vertreter von Sitrande sprechen von ‚unserer Energie‘ – als ob es sich um ihr Eigentum handelte. Als ob die Energie ihnen gehöre und sie allein entscheiden könnten, an wen sie sie verkaufen, für wie lange und zu welchem Preis“, äußerte er mit Ironie.
Der Manager erläuterte, dass das Unternehmen bereits Grundstücke in Buey Rodeo erworben habe – etwa 30 Kilometer von der Stadt Villeta im Departement Central entfernt. Zudem seien Verträge mit dem Bauunternehmen Black im Wert von fast 5 Millionen US-Dollar unterzeichnet worden, um mit den Erdarbeiten zu beginnen. Eventuell hätte man damit noch warten sollen, bis alles unter Dach und Fach ist. Doch in diesem Fall wird noch in die Ande in die Knie gezwungen, um Strom unter dem Produktionspreis zu bekommen, nur um einen bestimmten Personenkreis zufriedenzustellen.
„130 Personen hoffen darauf, eine menschenwürdige Arbeit zu finden und damit einen Beitrag zum Wohl des Landes zu leisten“, betonte er. Eine Eröffnung von 5 Biggie Märkten schafft mehr Arbeitsplätze als Atome.
James Spalding, der in der Vergangenheit paraguayischer Direktor des gemeinsamen Unternehmens Itaipú Binacional war, wies darauf hin, dass die geplante Investition eine Fremdfinanzierung von 420 Millionen US-Dollar erfordere – bedingt durch die hohen Kosten der eingesetzten Technologie.
„Wir müssen als Land ernsthaft handeln und klar festlegen, was wir mit unserer Energie erreichen wollen. Wollen wir sie horten in der Annahme, dass uns in Kürze der Vorrat ausgeht? Oder wollen wir das Land weiterentwickeln und das tun, was der Rest der Welt seit Jahrhunderten praktiziert: Wenn die Nachfrage steigt, erhöhen wir die Produktion“, hob er hervor. Doch wer zahlt das Defizit zwischen dem Atome-Strompreis und dem Erzeugerpreis, richtig die einfache Bevölkerung in Form von neuen Abgaben oder höheren Stromtarifen.
Der Nationale Unternehmerrat, der sich am Mittwoch im Regierungssitz Mburuvicha Róga traf, warnte ebenfalls, dass Entscheidungen wie die Aufhebung der Tarifverordnungen das Ansehen des Landes bei Investoren beeinträchtigen könnten. Er forderte die Nationale Elektrizitätsverwaltung (ANDE) auf, eine Lösung zu finden, die Rechtssicherheit und Vertrauen gewährleistet.
Wochenblatt / Última Hora















