Gefährliches Spiel mit den Finanzen: Droht Paraguay in wenigen Jahren der Schulden-Kollaps?

Asunción: Die Ökonomin Gladys Benegas wies darauf hin, dass Paraguay im Jahr 2026 eine außergewöhnliche Haushaltslage durchläuft. Diese ist das Ergebnis angehäufter Verpflichtungen, die zuvor nicht in den offiziellen Dokumenten auftauchten.

Sie erklärte, dass diese Realität sowohl internationalen Organisationen als auch der Öffentlichkeit kommuniziert werden muss, da sie höhere Ausgaben, mehr Schulden und ein über den Prognosen liegendes Haushaltsdefizit nach sich zieht.

Ihrem Bericht nach besteht die größte Herausforderung für die Regierung darin, Mechanismen zu implementieren, die verhindern, dass das Land in einigen Jahren erneut vor einem ähnlichen Szenario steht. In diesem Sinne betonte sie die Notwendigkeit, die Transparenz und Nachhaltigkeit der öffentlichen Finanzen zu stärken.

Benegas hob hervor, dass eine der wichtigsten Maßnahmen die vollständige Erfassung der sogenannten schwebenden Schuld (Deuda Flotante) ist – eine Praxis, die historisch gesehen Teil des Haushaltsmanagements des Staates war. Sie erklärte, dass mit dem Ziel, die Haushaltsdefizit-Obergrenze von 1,5 % einzuhalten, bestimmte Verpflichtungen außerhalb festgelegter Register verblieben und sich so als schwebende Schuld ansammelten.

Sie warnte jedoch davor, dass diese Situation immer schwerer aufrechterhaltbar geworden sei. Daher hält sie es für grundlegend, diese Verpflichtungen vollständig offenzulegen und zu registrieren. Auf diese Weise könne man sich ein realistischeres Bild von der Haushaltslage des Landes machen und verhindern, dass sich die aktuellen Probleme in der Zukunft wiederholen.

Wochenblatt / Megacadena

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