Asunción: Manuel Ferreira, ehemaliger Finanzminister, erklärte, dass ein erheblicher Teil des gefühlten Anstiegs der Lebenshaltungskosten darauf zurückzuführen ist, dass viele Paraguayer Produkte des täglichen Bedarfs nicht mehr billiger im Nachbarland Argentinien kaufen können.
Laut dem Ökonomen haben die Veränderungen in der Wirtschaftspolitik des Nachbarlandes den Vorteil zunichte gemacht, den der Grenzübertritt insbesondere für die Bewohner nahe Clorinda bedeutete. Dieser Effekt macht sich in diesem Jahr besonders bemerkbar, trotz des Wirtschaftswachstums im Jahr 2025.
Ferreira hob hervor, dass 52 % der paraguayischen Bevölkerung weniger als 10 Kilometer von der Grenze zu Argentinien entfernt leben und weitere 17 % in der Nähe von Brasilien. Da sich der Großteil der Einwohner in der Region Oriental konzentriert, sind die Entfernungen kurz und der Warenaustausch ist alltäglich.
Als Beispiel wies er darauf hin, dass bis vor kurzem ein Kilo Mehl in Clorinda rund 8.000 Guaranies kostete, verglichen mit 18.000 Guaranies in Asunción. Nach der Vereinheitlichung des Wechselkurses und dem Ende der Preiskontrollen in Argentinien kann dasselbe Produkt nun umgerechnet mehr als 25.000 Guaranies kosten, weshalb es mittlerweile günstiger ist, auf dem lokalen Markt einzukaufen.
Die Folge ist, dass diejenigen, die zuvor von den Preisunterschieden profitierten, nun mit einem sprunghaften Anstieg der Kosten für ihren Grundnahrungsmittelkorb konfrontiert sind. Ferreira merkte an, dass dies zu einem Verlust an Kaufkraft führt, der in diesem Jahr umso deutlicher spürbar wird, obwohl die paraguayische Wirtschaft laut der Zentralbank im Jahr 2025 um fast 6 % gewachsen ist.
Obwohl das Land ein solides Expansionstempo beibehält, warnte der Ex-Minister, dass das Wegfallen der grenzüberschreitenden Einkaufsmöglichkeiten zu einem großen Teil das Gefühl der Verteuerung erklärt, das viele paraguayische Haushalte erleben.
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