Digitales Dämmerlicht: Wie Smartphones den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus stören

Asunción: Experten schlagen Alarm wegen der Auswirkungen von blauem Licht auf Jugendliche. Schlafqualität und Schlafdauer müssen Hand in Hand gehen.

Der Spezialist für Neurologie und Schlafmedizin, Dr. Carlos Arbo, betonte, dass sowohl die Dauer als auch die Qualität der Nachtruhe entscheidend für die Gesundheit sind. „Es ist sehr wichtig, eine durchschnittliche Stundenzahl an Schlaf zu haben, die je nach Alter zwischen 6 und 8 Stunden schwanken sollte. Das Ideal wäre, im Schnitt 8 Stunden zu erreichen“, erklärte er.

Erholsamer Schlaf misst sich am Gefühl von Energie beim Aufstehen. „Wenn man beim Aufwachen spürt, dass man über die nötige Energie verfügt, um in den Arbeitstag zu starten, ist das Kriterium für erholsamen Schlaf erfüllt. Wenn man hingegen dauerhaft schläfrig ist, gilt dies als schlechter Schlaf und ist absolut unnormal“, so der Spezialist.

Er erinnerte daran, dass Schlaflosigkeit einen Großteil der Bevölkerung betrifft. „Die WHO geht davon aus, dass bis zu 40 % der Menschheit irgendwann einmal unter Schlaflosigkeit gelitten haben. Es kommt sehr häufig vor, es ist fast schon eine Epidemie“, äußerte er.

Arbo warnte davor, dass die Gewohnheiten junger Menschen das Einschlafen erschweren. „Die Leute, die sagen, sie können nicht früh schlafen und schlafen erst um 24:00 oder 01:00 Uhr ein, sind nicht die älteren Menschen, sondern die jüngeren. Das liegt genau an der Störung durch Geräte, die eine blaue Lichtfrequenz ausstrahlen“, erläuterte er.

Er wies darauf hin, dass die Nutzung von Smartphones, Tablets und Fernsehern den Schlafbeginn verzögert. „Das Gehirn empfängt diese Lichtfrequenz und interpretiert sie so, als sei es Tag. Folglich leitet es den Schlaf nicht ein, weil es ja Tag ist“, betonte er abschließend.

Wochenblatt / Radio Monumantal

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