Asunción: Der Vizepräsident der Paraguayischen Gesellschaft für Kardiologie, Manuel Castillo, erklärte, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen weiterhin die Haupttodesursache im Land sind. „Leider sind sie immer noch sehr schwerwiegend, sie bleiben die häufigste Todesursache im Land sowie weltweit und nehmen bedauerlicherweise weiter zu“, äußerte er.
Er betonte, dass die Zahl der Todesfälle durch Herzerkrankungen doppelt so hoch sei wie die durch Krebs, Infektionen oder Unfälle.
Die ischämische Herzkrankheit, bekannt als Herzinfarkt, ist die häufigste Form in Paraguay. „Erkrankungen der Herzkranzgefäße weisen eine enorme Bandbreite an Möglichkeiten auf – von einem Infarkt, der einen plötzlichen Herztod verursacht, bis hin zu Fällen, die eine Behandlung oder Operation erfordern“, gab er an.
Der Facharzt fügte hinzu, dass die Bildung von Ablagerungen (Plaques) in den Arterien zu Verstopfungen führt, die schließlich Infarkte auslösen.
Er hob hervor, dass sowohl übergewichtige als auch nicht-übergewichtige Menschen dem Risiko von Herzproblemen ausgesetzt sind, obwohl Adipositas einen anerkannten Risikofaktor darstellt. „Schon Übergewicht oder Adipositas reichen aus, damit sich erste Verstopfungen in den Arterien bilden“, stellte er fest.
Er erinnerte daran, dass eine wissenschaftliche Studie zeigte, dass 67 % der paraguayischen Bevölkerung an Übergewicht oder Adipositas litten, was bedeutet, dass zwei von drei Paraguayern einem kardiovaskulären Risiko ausgesetzt sind.
Hinsichtlich der Behandlungskosten wies Castillo darauf hin, dass ein Herzinfarkt-Ereignis hohe Ausgaben nach sich ziehen kann. „Wenn eine Person einen Infarkt hatte und drei Stents eingesetzt wurden, sprechen wir von etwa 60 bis 80 Millionen Guaranies, einschließlich Eingriff und Krankenhausaufenthalt“, erläuterte er.
Er warnte davor, dass die Krankheit nicht mit einem einzigen Eingriff geheilt sei, sondern der Patient lebenslang mit dieser Erkrankung lebe – verbunden mit der Möglichkeit erneuter Herzereignisse.
Wochenblatt / Radio Monumental / Beitragsbild Archiv
















Heinz1965
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