So geht es nicht weiter! Wenn das Leben eine Entscheidung verlangt

Sie kennen das Gefühl. Alles läuft. Und doch läuft nichts. Die Tage wiederholen sich. Die Gedanken kreisen. Sie wissen, dass etwas fehlt. Aber Sie wissen nicht, was.

Das ist der Moment, in dem das Alte nicht mehr trägt. Und das Neue noch keinen Namen hat.

Vielleicht sitzen Sie noch in Deutschland. Vielleicht leben Sie schon hier in Paraguay. Der Ort ändert nichts am Gefühl. Feststecken kennt keine Postleitzahl.

Was passiert in solch unbequemen Momenten? Meistens hören wir auf, uns ehrlich zu fragen. Nicht aus Dummheit. Nicht aus Faulheit. Aus Selbstschutz.

Der Wunsch, den wir uns nicht eingestehen

Insgeheim wissen wir oft, was wir wollen. Meistens schon lange. Nur sagen wir es uns nicht. Der Wunsch ist unbequem. Er passt nicht ins Bild. Er verlangt etwas, das wir uns nicht zutrauen. Also verschieben wir ihn. In den Hintergrund. Dorthin, wo er leise ist.

Aber leise ist nicht weg. Der Wunsch arbeitet. Im Stillen. Er wartet. Nicht auf Erlaubnis. Auf Ehrlichkeit.

Die Frage ist nicht: Was sollen wir tun? Die Frage ist: Warum reden wir uns ein, es besser nicht zu tun?

Die Angst, die als Argument auftritt

Meist können wir gute Gründe anführen. Natürlich. Wer hat die nicht? Wir listen sie auf. Wir erklären sie. Uns selbst. Anderen. Die Gründe klingen logisch. Sie klingen vernünftig. Oft sind sie keins von beidem.

Hinter jedem Argument verbirgt sich eine Angst. Niemand benennt sie. Am wenigsten wir selbst. Die Angst steuert die Entscheidung. Die Argumente liefern nur die Verkleidung.

Prüfen Sie Ihre Gründe. Fragen Sie bei jedem: Was steckt dahinter? Welches Bild von der Zukunft vermeide ich hier? Welchen Schmerz schiebe ich hier auf? Der Kern ist selten rational. Meistens ist er Angst.

Der blinde Fleck, den wir nicht sehen

Hier ist das Problem: Den blinden Fleck können wir nicht sehen. Weil wir Teil des Problems sind. Die eigene Perspektive ist das Fundament, auf dem unser Denken steht. Wir können es nicht von innen aufbohren.

Wer im Sumpf steht, sieht nur das Schilf. Er sieht nur den nächsten Schritt. Den Ausweg sieht er nicht. Weil der Ausweg außerhalb des Sichtfeldes liegt.

Was wir bei lebenswichtigen Entscheidungen brauchen, ist ein Blick von außen. Einer, der nicht unser Blick ist. Einer, der unsere Annahmen nicht teilt, sondern hinterfragt. Einer, der fragt, was wir uns selbst nicht fragen. Radikal. Ohne Rücksicht. Ohne Schonung.

Der Preis, der nicht auf dem Preisschild steht

Jede Entscheidung für etwas ist eine gegen etwas. Die Wahl enthält den Verlust. In einem Akt. Das ist der Preis, der große Entscheidungen so schwierig macht.

Wer den Verlust vermeiden will, vermeidet die Entscheidung. Dann zahlt er still. Stillstand kostet auch. Nur rechnet niemand die Kosten des Nichts.

Eine Entscheidung ist immer ein Bruch. Mit etwas. Mit einer Version der Zukunft, die man sich vorgestellt hatte. Wer den Bruch nicht will, entscheidet nicht. Wer entscheidet, bricht mit etwas.

Die Frage ist nicht, ob wir uns entscheiden. Die Frage ist, ob wir uns ehrlich fragen. Was wollen wir wirklich? Wovor haben wir Angst? Was sehen wir nicht? Und welchen Preis zahlen wir schon jetzt – für das Nichtstun? Für die Vermeidung der eigenen Wahrheit?

Sich selbst radikal zu korrigieren, bis die Wahrheit sichtbar wird – das ist keine Schwäche. Das ist die Voraussetzung. Für jede Entscheidung, die wirklich die eigene ist.

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Rolf Schneidereit begleitet seit 2008 Menschen und Führungskräfte bei komplexen Lebens- und Richtungsentscheidungen. Mit dem Radical Reality Check (Link: https://think-smart.io/rrc.html) kombiniert er menschliche Erfahrung mit KI-gestützter Perspektivenvielfalt.

Stehen Sie vor einer wichtigen Entscheidung, bietet er ein unverbindliches Erstgespräch per WhatsApp an: +595994967574

Wochenblatt / Rolf Schneidereit

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