Ciudad del Este: Ein Notfall bei Kilometer 11 Acaray der Hauptstadt von Alto Paraná endete letzten Freitag in einer Katastrophe: Die Lehrerin Maria Victoria Ramirez erlitt in ihrem Haus einen Kollaps. Weil Notrufe bei den Rettungsdiensten erfolglos blieben, sahen sich Angehörige und Kollegen gezwungen, die Frau auf der offenen Ladefläche eines Pick-ups ins Krankenhaus zu transportieren.
Die Fahrt führte über eine Strecke von etwa zehn Kilometern mitten durch den dichten Freitagsverkehr. Beim Eintreffen im Regionalkrankenhaus der Sozialversicherungsanstalt (IPS) wurde die Pädagogin sofort vom medizinischen Personal in Empfang genommen – doch für sie kam jede Hilfe zu spät. Die Ärzte konnten nur noch ihren Tod feststellen.
Petrona Salas, die Schulleiterin der Einrichtung, an der Ramirez tätig war, schilderte die dramatischen Minuten: „Wir haben die Feuerwehr um Hilfe gerufen, aber wir bekamen keine Antwort. Mein einziges Ziel war es, sie so schnell wie möglich zu transportieren. Da sie eine sehr stämmige Frau war, passte sie nicht in den Innenraum unseres Pick-ups. Deshalb mussten wir unsere Kollegin so auf die Ladefläche laden. Im IPS hat man sich sofort um uns gekümmert, aber da hatte sie bereits keine Vitalzeichen mehr.“
Den behandelnden Ärzten zufolge erlitt die Lehrerin einen plötzlichen Herztod.
Der Vorfall löste bei den Beteiligten tiefe Bestürzung und Wut aus. Schulleiterin Salas schlug dabei auch gesellschaftskritische Töne an: „Wir regungsvoll empören uns darüber, dass Ärzte ein würdiges Gehalt fordern – aber wir empören uns nicht über die Abgeordneten und Senatoren, die Unmengen an Geld kassieren. Dazu sagt niemand etwas“, beklagte sie verbittert.
Wochenblatt / Ultima Hora















