IPS-Versicherte und krank: “Es ist ein Kriegsgebiet“

Asunción: Die Situation, der IPS-Versicherte ausgesetzt sind, ist wirklich unmenschlich. Überfüllte Gänge in den Krankenhäusern und der Mangel an Medikamenten zeigen deutlich den Zusammenbruch der Sozialversicherungsanstalt.

Der Alltag im Zentralkrankenhaus des Instituts für Soziale Sicherheit (IPS) ist bedauerlich für Patienten, die unter einem Mangel an Medikamenten, Krankenhausbetten und Operationsräumen leiden. In gleicher Weise sind den Ärzten und dem Personal die Hände gebunden, weil sie es irgendwie schaffen müssen, weiterhin in einer völlig ausweglosen Situation Dienst zu leisten.

Ein Pfleger aus dem Zentralkrankenhaus in Asunción sagte, dass es völlig inhuman ist, wie die Versicherten in den Gängen verteilt seien und ohne die Möglichkeit, eine anständige Konsultation zu erreichen. Er berichtete weiter, dass diese Korridore “gereinigt werden und dass jeder Angestellte zu seinem Arbeitsplatz geht“, wenn ein Regierungsvertreter den Ort besucht.

Der Pfleger sagte, dass der Staat völlig aufgegeben werde, “und dass sie tun, was sie können“ mit dem, was sie hätten. „Wir nennen das Gebiet liebevoll Kambodscha, weil der Ort ein echtes Kriegsgebiet und es unmöglich ist, Menschen in dieser Situation gut zu versorgen“.

„Wir arbeiten prekär und die gesamte Verantwortung für das Leben der Menschen, die wir behandeln, liegt bei uns. Hier erleben wir eine totale Apathie. Wir haben Tausende von tödlichen Viren, die durch die Korridore zirkulieren und es gibt keinen Schutz. Seit 10 Jahren arbeite ich hier und nur drei Mal war die Wartehalle leer, als die Vertreter der Regierung kamen“, sagte der Pfleger. Er schloss damit, dass Benigno López der schlechteste Präsident von dem IPS sei, den es jemals gegeben habe.

Wochenblatt / Paraguay.com

CC
CC
Werbung

Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Kommentare themenbezogen sind. Die Verantwortung für den Inhalt liegt allein bei den Verfassern, die sachlich und klar formulieren sollten. Kommentare müssen in korrekter und verständlicher deutscher Sprache verfasst werden. Beleidigungen, Schimpfwörter, rassistische Äußerungen sowie Drohungen oder Einschüchterungen werden nicht toleriert und entfernt. Auch unterschwellige Beleidigungen oder übertrieben rohe und geistlose Beiträge sind unzulässig. Externe Links sind unerwüscht und werden gelöscht. Beachten Sie, dass die Kommentarfunktion keine garantierte oder dauerhafte Dienstleistung ist. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung oder Speicherung von Kommentaren. Die Entscheidung über die Löschung oder Sperrung von Beiträgen oder Nutzern die dagegen verstoßen obliegt dem Betreiber.

3 Kommentare zu “IPS-Versicherte und krank: “Es ist ein Kriegsgebiet“

  1. Schon Nicanor wollte als Präsident diesen Saustall IPS aufräumen. Bis heute hat sich daran nichts geändert weil der politische Wille fehlt. Die hoch dotierten Senatoren und Minister sind ja bestens versichert – wie es dem Volk geht interessiert sie eine Dreck.

  2. Christian2005

    Ich denke hier würde nur noch ein kompletter Neustart helfen, und dies ganz ohne die üblichen Politiker. Da müsste ein ganz neues team her, welches den Filz noch nicht kennt, vielleicht vom Fernsehen her begleitet, um transparenz zu garantieren? So in der Art: Regierung live, schauen sie zu, wie ihr Land neu aufgebaut wird. Dem präsi folgt jeden Tag ein anderer ausgeloster Zuschauer der ihm genau auf die Finger schaut….

  3. Dachte immer, dass es für diejenigen staatlichen Angestellten, die bei der IPS versichert sind, es für eine mehrbessere Gesundheitsversorgung reicht. Wie es scheint ist die medizinische Versorgung etwas gleich schlecht wie in der völlig kostenlosen und völlig unbrauchbaren öffentlichen Krankenversorgung. Jedenfalls sie die Zustände wohl gleich.
    Wozu also gibt es diese IPS-Spitäler überhaupt? Kann man ja auch ins öffentliche Spital gehen, warten und sterben.