Santiago Peña wurde aussortiert

Asunción: Die Cartes-Anhänger sind erbost und zeigen offen wie wenig sie von der Änderung der Statuten halten, welche 10 Jahre Mitgliedschaft als Voraussetzung für eine Präsidentschaftskandidatur vorsehen.

Die Titelseite der Cartes-Zeitung La Nación zeigt, wie sehr man die Pläne des Ex-Präsidenten durchkreuzt hat, der selbst keine Kandidatur mehr anstrebt. „Man raube 670.000 jungen Menschen die Chancen in der Partei Fuß zu fassen“, heißt es da. Um Kandidat als Bürgermeister oder Abgeordneter der Colorado Partei zu werden, muss man 5 Jahre Parteimitglied sein. Diese Entscheidung durchkreuzt alle möglichen Pläne Santiago Peña entweder als Bürgermeisterkandidat für Asuncion (2020) oder als Volksvertreter oder gar Präsidentschaftskandidat (2023) ins Rennen zu schicken.

Der Abgeordnete Walter Harms meinte dass die Partei damit einen Rückschritt ins 19. Jahrhundert begeht und somit Kandidaten wie Oscar Gonzalez Daher und Javier Zacarías Irún gestärkt werden. Cartes plant zudem die Legalität des Parteitages anzufechten, damit die Änderung der Statuten rückgängig gemacht wird.

Diese Sichtweise mag zwar verständlich sein, dennoch schützt sie auch vor neuen Opportunisten, die von einem Drogenboss oder anderem Politiker finanziell aufgebaut werden um einmal gewählt Schutz geben zu können. Auch wenn Peña damit kaltgestellt wurde, gibt es sicherlich noch genügend andere intelligente Menschen in der Partei, die mit etwas Unterstützung Sinnvolles leisten könnten.

Wochenblatt / Abc Color / Última Hora / La Nación / Hoy

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1 Kommentar zu “Santiago Peña wurde aussortiert

  1. Man könnte ja auch erfinden in Bananastan, dass nicht die Länge der Parteizugehörigkeit entscheidend ist, sondern ob man täglich 7 bis 11 Uhr Grundschule auch erfolgreich absolviert hat.