Abgeordneten stimmen dem Anita-Gesetz zu

Asunción: Die Abgeordnetenkammer billigte einstimmig das Gesetz “Anita”. Der Vorschlag wandelt alle Personen über 18 Jahren in Organspender um, sofern sie nicht schriftlich widersprechen. Das Projekt geht nun an den Senat.

In den ersten Punkten wurde der Gesetzesvorschlag von den Abgeordneten sehr gut angenommen, aber dann forderten einige Parlamentarier Änderungen, die in einigen Teilen der Artikel spezifiziert wurden. Hauptsächlich beziehen sich auf die Interpretation einiger Begriffe.

Sergio Rojas sagte, dass von einer Person, der Organspender sein wolle, dies “schriftlich bestätigen“, müsse und nicht nur verbal.

Für seinen Teil, erklärte Ramon Romero Roa, dass die Regelung nur dem Nationale Institute für Transplantationen (INAT) überlassen werden sollte, die eine Form der Verfügung ausstellen müsse. Diese diene dann als einziger gültiger Datensatz und dem Nachweis der Annahme oder der Ablehnung bei einem Spender.

Der Artikel, der bisher die kontroverseste Debatte ausgelöst hat, ist Artikel 18, der festlegt, dass die Identität eines Spenders vor der Identifikationsbehörde zum Zeitpunkt der Verwaltung des Ausweisdokuments und vor der Gemeinde zum Zeitpunkt der Bearbeitung des Dokuments geltend gemacht werden kann. Dieser Artikel besagt, dass zum Zeitpunkt der Einwilligung die Menschen “angemessen” über ihr Recht informiert werden müssen, keine Spender zu sein. Aber einige Abgeordnete fragen sich, wie genau die Menschen informiert werden und wo diese Aufzeichnungen erfolgen, dass sie diese Informationen erhalten haben.

Der Artikel besagt eindeutig, dass der Widerstand der Person, ihre Organe zu spenden, in einem Register oder im Personalausweis festgehalten wird. Diese Weigerung kann jederzeit vor der INAT-Behörde widerrufen werden.

Der rechtliche Rahmen sieht auch vor, dass die Identifikationsbehörde und die Stadt- oder Gemeindeverwaltungen innerhalb von 48 Stunden, nachdem der Bürger seine Position in der Angelegenheit bekundet hat, die Behörde INAT über den Widerspruch oder den Widerruf des Bürgers zu informieren hat.

Abschließend kamen die Abgeordneten zu dem Schluss, dass der Widerspruch oder sein Widerruf der Bürger schriftlich oder auf anderem Wege von der Vollzugsbehörde gemeldet werden muss.

Jetzt geht das Projekt an den Senat.

Wochenblatt / ABC Color

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12 Kommentare zu “Abgeordneten stimmen dem Anita-Gesetz zu

  1. Ja. Wie viele Gesetzte wurden in den letzten Jahren angenommen. Und nach ein paar Monaten wieder verworfen. Ja, besser Löcher zu graben und sie wieder zuzuschütten als nur europäische Löhne zu erhalten mit nichtstun.

  2. “Sergio Rojas sagte, dass von einer Person, der Organspender sein wolle, dies “schriftlich bestätigen“, müsse und nicht nur verbal.”
    Genauso ist es richtig. Alles Andere ist Mord!
    Und es muss härteste Strafen geben für den, der sich nicht daran hält!

  3. Mit einem solchen Gesetz werden viele Türen für den organisierten, kriminellen Organhandel geöffnet. Gerade in Paraguay, einem Land in dem sich die Menschen phantasiereich darauf verstehen, Gesetze zu umgehen oder sich zurecht zu biegen. Außerdem ist bekannt, daß es schon viele Fälle gab (nicht in Paraguay), in welchen mit Recht angezweifelt werden konnte, ob die Ärzte das Leben eines Organspenders absichtlich “verkürzten” bzw. ihn als tot erklärten, nur um an die Organe zu kommen. Mich persönlich würde das ja nicht mehr betreffen, meine Organe sind “wertlos” weil zu alt. Aber man denkt ja schließlich auch an seine Kinder. So gesehen würde ich eher dazu raten einer Organspende NICHT zuzustimmen.

    1. “Meine Organe sind wertlos, weil zu alt” – Das ist eine falsche Annahme. Es gibt einen riesigen Mangel an Organen, weil viel zu viele meinen, sie müssten von jemand anderem ein neues bekommen. In Deutschland werden sogar noch 80-jährige ausgenommen. Da gibt es anscheinend im Alter noch diverse Körperteile, die verwendbar sind. Also nicht denken, man sei dazu zu alt.

    2. Das macht gar nichts ob Alt oder Jung bist.Einige Sachen/Organe kann man gebrauchen andere nicht.Die Frau der Mann ist Ruck zuck auf den Tisch zum zerlegen.Wertlos ist keiner! Sie können nein Sagen,zur Organspende.Ob der Wille bestand hat ist noch eine Frage! Fragt man die Angehörigen,Ködert man sie mit Geld,Bestattung kostenlos usw.liegen so einige zur Entnahme die es nicht wollten.In einigen Ländern Europas,Autounfall nicht zu finden.Alles was Brauchbar ist ist ausgeschlachtet.Hat auch einen Vorteil “Schwarze Witwen” werden schneller entdeckt!

  4. Wichtig wäre jetzt mal in Erfahrung zu bringen, wie man sich diesen Widerspruch vorstellt. Gibt es dazu schon Angaben? Muss man zur Gemeinde oder zum Notar? Oder muss man vor der entsprechcenden Behörde ein Formular ausfüllen? Wie wird sichergestellt, dass bei einem Unfall erkannt wird, dass man kein Organspender ist? Haben die sich darüber schon mal Gedanken gemacht?

    1. Abgesehen davon, dass es schon eine Unglaublichkeit ist, Geld für einen Widerspruch (es hiess: beim Notar) ausgeben zu müssen für etwas, was man überhaupt NICHT will, damit dann Geschäftemacher nicht am staatlich genehmigten Mord verdienten, gibt es wohl wenig Hoffnung, nach einem Unfall nicht als Selbstbedienungsobjekt ausgeschlachtet zu werden, wenn selbst Unfallverursacher nicht einmal wahrheitsgemäß festgestellt und haftbar gemacht werden: Haste was, biste was!

  5. wen interresiert schon irgendwein Widerspruch oder eine Erklärung, wenn deas Organ die richtigen Werte hat und gebraucht wird ? Entweder man hat von der Erklärung trotz Bemühung nichts finden können, hat auf Grund der Dringlichkeit keine Zeit gehabt diese zur Kenntnis zu nehmen – oder hat nen netten Richter zur Hand, der einem eine entsprechende Verfügung erteilt.
    Das Dilemma ist nun mal, das man von Leichen keine Organe nehmen kann und die Lebenden brauchen ihre selbst.

    1. Da wäre ich nicht so sicher, wer nur noch ein paar Monate hat, nimmt auch ein HIV-Organ.Ich weiß das es schon Hepatitis Organe auch schon verwendet wurden.Es kann das die Chemiekiste da Schutz bietet!

      1. Bezahlt wird garantiert nach Vollzug der Aktion und egal wie lange, kurz oder mit welchen übernommenen Problemen der Be”spendete” noch (über)lebt. Den alten Eigentümer juckt’s nicht mehr.

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