Was Paraguay aus der Krise in Argentinien lernen muss

Asunción: Der Ökonom Manuel Ferreira sagte, dass die katastrophale finanzielle Situation in Argentinien eine Lektion für Paraguay sei. Man sollte nicht mehr ausgeben, als man hat.

Ferreira betonte, Paraguay habe die Möglichkeit, aus der Situation im Nachbarland eine Lektion zu lernen.

In einem Interview sagte der Experte, dass Argentinien eine sehr schwache Wirtschaft in Bezug auf seine Fähigkeit habe, um sich der Krise zu stellen. „Jede kleine Erschütterung an den Finanzmärkten, wie in den USA, manifestiert sich in Argentinien zu einem Erdbeben“, sagte er.

Ferreira betonte, dass diese Situation positiv für Paraguay sein könne. „Argentinien zeigt uns den Weg auf, den wir nicht einschlagen dürfen. Es ist eine großartige Lektion, die unser Nachbar uns gibt. Mauricio Macri sagte, dass man nicht mehr ausgeben könne, als man habe“, zitierte er.

Ferreira erklärte weiter, dies sei eine gute Gelegenheit für die Menschen, zu verstehen, dass es auf lange Sicht nicht vorteilhaft sei, mehr Kredite aufzunehmen, als sich das Land leisten könne.

In diesem Zusammenhang äußerte er sich besorgt über die Gehaltserhöhung für Lehrer, zusätzlich zu der Situation in dem Sektor Rente im Allgemeinen, vor allem im öffentlichen Sektor, weil mehr ausgegeben wird, als verfügbar ist. „Schließlich müssen wir uns dann auch um eine dramatische Situation kümmern, so wie in Argentinien“, sagte Ferreira.

In einem anderen Moment sagte er, dass die argentinische Abwertung “uns schon vor einer Weile getroffen hat, nicht erst jetzt. Sie kommt nicht nur aus Argentinien, sondern auch aus Brasilien. Wir sind eine kleine Volkswirtschaft neben zwei Giganten. Die paraguayische Wirtschaftskraft macht nur 10% der argentinischen aus“.

Eine weitere Tatsache, die der Ökonom enthüllte, ist, dass die Mittelschicht in Paraguay von 26% der Bevölkerung auf 53% zwischen 2003 und 2017 angestiegen sei. „Es gibt eine junge und hoch verschuldete Mittelschicht, sodass jeder Punkt nur darin besteht, den Schlüssel zu suchen, wie sie ihr Budget irgendwie verbessern können. Wenn eine Mayonnaise 10.000 Guaranies in einem lokalen Supermarkt kostet, sie aber in Clorinda (Argentinien) 2.000 Gs. billiger ist, dann fährt man nach Clorinda und kauft sie dort“, sagte er.

63% der Bevölkerung Paraguays lebt weniger als 20 Kilometer von der Grenze zu den Nachbarländern entfernt. Dies mache es leicht möglich, Einkäufe im Ausland zu tätigen, wie Ferreira betont, und fügte hinzu, dass der paraguayische Staat bisher nie erfolgreich im Kampf gegen die Schmuggelware gewesen sei.

Wochenblatt / Hoy

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2 Kommentare zu “Was Paraguay aus der Krise in Argentinien lernen muss

  1. Ich denke, dass wir hier, spätestens wenn die ersten Staatsanleihen fällig werde, auch argentinische Verhältnisse bekommen werden.
    Das Geld aus den Staatsanleihen wurde leider nur ungenügend in die Infrastuktur investiert, um daraus das nötige Kapital für die Rückzahlung zu generieren.
    Ein Großteil aus den Erträgen der weiteren Staatsanleihen wurde dafür verwendet, einen vollkommen aufgeblähten Verwaltungsapperat am Leben zu erhalten.
    Das kann auf Dauer nicht gut gehen.

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