Abgeordneter plädiert für Todesstrafe

Asunción: Der Vorsitzende der Bewegung “Honor Colorado“ im Abgeordnetenhaus, Basilio Nuñez, hat seinen Standpunkt dazu zum Ausdruck gebracht, dass die moralischen Urheber von Entführungen und Tötungen die Todesstrafe verdient hätten.

Er hat angedeutet, dass die nationale Verfassung geändert werden müsse, um die Todesstrafe wieder in das Strafrecht einzubeziehen, vor allem bei solchen Verbrechen wie im ersten Absatz des Artikels beschrieben.

Nach der Ermordung des jungen Jorge Rios, der von der kriminellen Gruppe “Asociación Campesino Armada“ (ACA), einer Splittergruppe der selbsternannten paraguayischen Volksarmee (EPP) entführt wurde, hatte der Abgeordnete über sein persönliches Twitter-Konto die Meinung geäußert, dass die Todesstrafe im Land wieder eingeführt werden müsse und dabei die Haltung der Bürger zu Maßnahmen für Strafen bei Entführungen abgefragt.

Wochenblatt / DN Noticias

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11 Kommentare zu “Abgeordneter plädiert für Todesstrafe

  1. Der Mann hat nicht ganz Unrecht. Für Verbrecher wie diese sollte man wirklich überlegen ob man sie nicht so behandelt wie sie ihre Opfer behandeln. Sie sind der Abschaum der Gesellschaft. Entführen Menschen, verlangen Geld für ihre Freilassung und selbst wenn bezahlt wird töten sie oft ihre Opfer. Sie besitzen keinerlei Menschlichkeit und sollten daher auch nicht mehr wie Menschen behandelt werden wenn man sie gefangen niehmt. Das Problem an der Sache ist nur, wo würde das Enden? Den jedes Verbrechen wie Mord, Vergewaltigung oder Kindesmißbrauch sind nicht weniger Verabschiedungswürdig wie Einführung mit anschließender Ermordung der Geisel. Für die Betroffenen und Hinterbliebenen ist jede Straftat so schlimm wie die Andere.

  2. Das wird der große bruder im norden verhindern weil nicht human. Das hauptptoblem heute ist ja, dass die meisten staaten vasallen sind, die nur nach vorgaben herumstolpern und so etwas nennt sich politik oder demokratie. Es ist eben genau nur eine scheindemokratie weil immer nur unwesentliches diskutiert und zur wahl gestellt wird. In südamerika fehlt nur die gemeinsame währung, die über nacht einfach eingeführt und von den medien als normal weil immer schon da, bezeichnet wird. Dann wären wir gleich auf.

  3. Gut so, wenn sich endlich mal ein Politiker dazu äußert, es wird mehr brauchen, wenn man das schaffen will. Warum die Todesstrafe weltweit auf dem Rückweg ist, ich weiß es nicht, denn es macht keinen Sinn, zumindest bin ich nicht dafür, sie abzuschaffen…..
    Wenn ich jemanden bestehle, muss ich den Schaden auch wieder gut machen, auf Heller & Pfennig, das versteht jeder. Jeder versteht auch, wenn ich jemanden das Leben nehme, sollte ich auch mein Leben genommen bekommen, oder?
    Gar nicht so schwer, zu verstehen….

  4. Todesstrafen in Paraguay? Bei dieser Justiz im Lande? Ich hätte Angst, daß dann viele unschuldige Menschen hingerichtet würden aufgrund von Fehlurteilen, Rechtsbeugungen, Bestechungen u.v.a. was hier eben so üblich ist. Für Schwerverbrecher und Entführer würde ich statt dessen besser härteste Strafarbeiten vorsehen, damit sie lange über ihre Untaten nachdenken können.

  5. Die Todesstrafe wäre für manche Gestalten ein legaler Weg unbrauchbare und ehemalige Handlanger loszuwerden. Gefängnisaufenthalte kosten eine Menge Geld, aber der Tod sollte m.M.n. keine Option sein.

  6. Bin auch gegen Todesstrafe. Da kann man keine Fehlurteile bzw. korrupte Justiz mehr korrigieren.
    Viel besser wären Bootcamps im heissesten Chaco, Mindestabstand 40km von nächster ‘Strasse’.
    Grosszelte, 1 Decke und nackter Boden, sowie Wasser und Brot wird gestellt, wer mehr will muss dafür hart arbeiten, zB. Strassenbau und des nachts in Ketten.
    Staatlicher Shop mit Decken, Feldbett, Fressalien, Kochtöpfe, Saatgut und Lebensmittel mit der Entfernung gerechten höheren Preisen.
    Sträflinge dürfen in Eigenregie eine Küche betrieben kochen, wenn sie Feuerholz sammeln bzw. kaufen.
    Sowie Mandioka etc. selber anbauen.
    Und dann latürnich die lange Strafen, damit sie viel dabei nachdenken können.
    Jeder Tag Zeltwechsel, 5 Minuten zum rausholen der Klamotten, Kontrolle auf Apellplatz und dann per Zufallsgenerator in anderes Zelt verteilen. So können kaum Latifundien oder Eigentum gesammelt werden.
    Kein Strom für die Sträflinge, also nix mit Handy
    Aufseher etc. in Häuser mit fliessend Wasser, Strom, Klima, Wifi, TV und allen Anehmlichkeiten.
    Die Lust auf solche Bootcamps wird sich bei den Tätern wohl arg in Grenzen halten.
    Man(n) kann auch die Bootcamps gegen Knast tauschen, zB. 2 Jahre Knast gegen 1 Jahr im Bootcamp…

    1. @xyz, ein sehr interessanter Ansatz. Würde hier in Paraguay sogar funktionieren – wenn da nicht die korrupte Justiz wäre. Da landen nur die falschen! Die wirklichen Verbrecher kaufen sich frei. Ich denke, dass die USA (einige Staaten) da ein recht gutes System aufgebaut haben. Fehler passieren – immer und immer wieder, aber das sind eben erfreulicherweise die Ausnahmen (die dann in den Medien nicht zu übersehen sind). Selbst wenn diese Schwerverbrecher die Todesstrafe verdient haben, muss man sie nicht über Jahre oder Jahrzehnte in Todestrakten quälen. Das ist nicht nur eine Sache der Kosten/Nutzung Rechnung, sondern auch ein letzter Akt der Gnade.
      In Europa sind Deine “Vorschläge” schon aufgrund des mangelnden Platzes nicht anwendbar.
      Abschreckend wirken Strafen wohl nur im Einzelfall, sollte also nicht überbewertet werden.

    2. Moyses Comte de Saint-Gilles

      Mit anderen Worten: das altehrwuerdige Konzentrationslager.
      Das war ja auch geplant im entfernten Chaco. Das Problem ist dass es quasi nicht mehr soweit entfernte freie Wildnis gibt da allewege Viehbetriebe entstanden sind mit Wasserloecher. Brechen diese Zeitgenossen aus so ziehen wohl mordend und pluendernd von einem Wasserloch zum naechsten und schlachten Rinder um was zu Essen zu haben. 40 Km rundum unberuehrte Natur sind heute schwer zu finden. Schauen sie sich blos das Rodungssatellitenbild des Chaco bei Earthsight an. Freie Flecken sind da kaum innerhalb von 50 Km. Ansonsten kann ein Paraguayer sehr wohl leicht 30 Km am Tag Fussmarsch zuruecklegen.
      Sie empfehlen also die KZ vom Adi und die Gulags vom Joseph.
      Das wirkt nicht abschreckend da der Paraguayer nicht bis ueber die kriminelle Tat hinaus weiterdenkt. Der deutsche haelt den Paraguayer fuer einen vorausplanenden Menschen der rational denkt. Weit gefehlt. Die Lateiner sind Menschen des Augenblicks.

      1. @hugo Graf von Kotz und Laber:
        Nix andere Worte!
        Mein Vorschlag betrifft ein Bootcamp als Straflager, kein Vernichtungslager, von dem du schwadronierst und faselst als KZ und Gulag
        Was hast Du an ‘in Ketten’ nicht verstanden? Bei der Aussenarbeit und nachts? Wenn mehr als zwei zusammengekettet sind, dann wirds schwierig mit abhauen. Ständiger Zeltwechsel und Apelle verhindert grössere Ansammlung von Werkzeug und Waffen und machen Verabredungen zu Plänen schwierig..
        Wegen mir auch zusätzlich elektronische Fussfessel, dann kann man feststellen wo jeder jederzeit ist und es gibt Alarm, wenn der mehr als zB. 50m ausserhalb der gerade erlaubten Zone ist oder die Fessel abgelegt hat. Bewaffnete Aufseher mit Bluthund auf Pferden, dann geht da kaum noch was.
        Latürnich Stacheldraht ums zentrale Lager.
        Muss man Dir jede Kleinigkeit vorbeten?
        a propos vorbeten, Du darfst jede Nacht in einem anderen Zelt als religöser Vorbeter und allwissendem Laberer die Sträflinge beglücken. Sie werden dir dankbar huldigen und auf ihren Schlaf gerne verzichten.

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