Abgezockt: Salvador Cabañas wurde Opfer eines Betruges!

Asunción: Der Schuss der die erfolgreiche Karriere des Fußballers Salvador Cabañas beendete, brachte auch seine Finanzlage in eine bedrohliche Lage. Dabei zeigt sich, wie sein Berater und Manager, José María González einige Operationen über die Bühne brachte.

Das schlimmste Beispiel aus einer Reihe von Ungereimtheiten ist der Kauf von zwei aneinander angrenzenden Grundstücken im Stadtbereich von Villa Elisa, mit 4 Hektar Grundfläche, wo der Sportkomplex „SC 10“ aufgebaut wurde. Eigentümer zu gleichen Teilen sind laut Kaufvertrag Salvador Cabañas, seine Ehefrau und González.

Nach den offiziellen Dokumenten der Transaktion kaufte der Finanzratgeber mit Cabañas zusammen das Grundstück für etwas mehr als 1 Million US-Dollar, welches noch 48 Stunden zuvor für etwas mehr als 300.000 US-Dollar gekauft wurde.

Somit hat sich der Preis praktisch verdreifacht in 2 Tagen, eine wünschenswerte Preissteigerung auf dem paraguayischen Immobilienmarkt, der leider nicht ganz reell ist.

Das Grundstück gehörte ursprünglich der Banco Oriental. Die Bank erhielt es durch den Konkurs eines Unternehmens und ließ es im November 2005 auf rund 277.000 US-Dollar schätzen.

Nach Angaben der Ehefrau von Cabañas, María Lorgia Alonzo, schlug der Manager ab Juni 2008 vor, das Geld zu gleichen Teilen in einen Sportkomplex zu investieren, unter dem Namen des Fußballers.

Nur wenige Tage später, am 2. Juli 2008 bot Víctor Hugo Espínola Paniagua, ein Mitarbeiter der zivilen Luftfahrtbehörde (Dinac) mit einem Monatsgehalt von rund 300 US-Dollar, Juan Figueredo, dem Konkursverwalter der Banco Oriental an, die Grundstücke zu erwerben. Espínola offerierte 1.500.000.000 Guaranies (374.000 US-Dollar) für das Grundstück, 897 mal sein Monatgehalt.

Eine Woche danach, am 10. Juli 2008, Figueredo erbat die Erlaubnis des Konkursverwalters, Silvino Delvalle, dass er noch am selben Tag das Grundstück an Espínola verkaufen kann.

Erst am 28. Juli 2008 autorisierte Delvalle den Verkauf. Espínola wie in seinem Angebot gesagt, sollte am gleichen Tag zahlen. Er zahlte 500 Millionen Guaranies an, danach zwei halbjährliche Raten zu 300 Millionen und eine letzte Rate mit 400 Millionen.

Nur 48 Stunden später, am 30. Juli 2008 unterschrieb Espínola einen neuen Vertrag in dem er alle Rechte an dem Grundstück an José María González für 820.000 US-Dollar, fast 3.200.000.000 Guaranies abtrat. González erwarb das Grundstück und musste die 1.000 Millionen in drei Raten an die Bank ebenfalls zahlen.

So summieren sich die 820.000 US-Dollar mit den 1.000.000.000 Guaranies für die Bank auf 1.069.376 US-Dollar für ein Grundstück was nur 2 Tage zuvor für 374.000 US-Dollar verkauft wurde.

Espínola hat das Geschäft seines Lebens gemacht, er zahlte 500 Millionen Guaranies für ein Grundstück und verkaufte es weiter für 3,2 Milliarden Guaranies, innerhalb von 48 Stunden. Theoretisch gewann er dabei 2,7 Milliarden Guaranies.

Wie die Investition vorgeschlagen von González zu gleichen Teilen bezahlte Cabañas 500.000 US-Dollar, was ausreichend gewesen wäre um 100% zu kaufen mit fast 200.000 US-Dollar Wechselgeld, wie es eingangs geschätzt wurde.

Óscar Latorre, Anwalt von Salvador Cabañas und seiner Ehefrau, María Lorgia Alonzo, denunzieren heute vor dem Öffentlichkeitsministerium José María González wegen Betrug. Der Rechtsanwalt wird diesen Fall von überhöhten Rechnungen sowie den der Estancia „Paso de las Aves“ in der Provinz Presidente Hayes anzeigen.

(Wochenblatt / Última Hora)

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6 Kommentare zu “Abgezockt: Salvador Cabañas wurde Opfer eines Betruges!

  1. Solche Geschäfte sind doch in Paraguay Gang und gebe. Nur hat es diesmal einen paraguayischen Promi getroffen und keinen blöden Einwanderer, der sein Gehirn bei der Einwanderung beim Zoll abgegeben hat und nicht wieder abgeholt hat. Und das Manager ihre Klientel mitunter von vorne bis hinten betrügen ist auch allgemein bekannt. Da befinden sich Cabañas und seine Frau weltweit in prominenter Gesellschaft……!

    1. Jawoll, Christiane hat recht – wie so oft mit ihren Kommentaren.

      Ich brauche oft kein Beitrag zu leisten weil Christiane schon alles gesagt hat ! genau meine Meinung

    2. Solche Geschäfte sind auf der ganze Welt ganz und gebe, zB der Präsident von Werder Bremen kassiert schwarzGeld von einen Fußball Manager und seinem Sohn auch…..
      diese Betrugfall ist jetzt auch in Paraguay geschehen und ich sehe keinen Grund um Volkerverhetzung gegen das Land zu üben.
      Die „arme“ Einwanderer die nach Paraguay kommen um sich mit der Arbeit von den Einheimischen zu bereichern tuen mir Leid, aber wenn die Situation Ihnen nicht pass können ruhig das Land verlassen und in Ihrem Land wieder arbeitlos werden. Unverschämheiten werden nicht geduldet.

  2. Ob das Betrug ist oder nicht muss das Gericht entscheiden. Tatsache ist doch, wenn ich heute ein Grundstück für, sagen wir mal 10.000 US Dollar kaufe, um es anschließend für 200.000 oder 500.000 US Dollar weiterverkaufen, ist das doch wohl meine Sache. Wenn der oder die Käufer bereit sind den Preis dafür zu zahlen……

    Was anderes wäre es, wenn man mir nachweisen könnte das ich mit einem der Käufer vorher alles abgesprochen haben, um mit dem Verkauf einen Dritten zu schädigen. Genau das muss jetzt das Gericht herausfinden und der Anwalt von Cabañas und seiner Ehefrau beweisen.

  3. Super Komentär Christiane, eben nicht deine Sache …sowas heisst auf den ganzen Welt Betrug, es läuft gegen alle gute Sitten.

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