Alleingelassen

Asunción: Das Rentnerleben kann erdrückend und langweilig sein, wenn man entweder seine Familie verliert oder diese einem den Rücken zukehrt. Auch in Paraguay sieht man dieses Phänomen.

Das einzige staatliche Altersheim, bei dem von Seiten des Gesundheitsministeriums sich um alles gekümmert wird heißt Santo Domingo und befindet sich auf der Straße Santisimo Sacramento 2279 in Asunción. Auch wenn man annehmen könnte, dass sie damit versorgt sind, irrt man. Abgesehen von der defizitären Versorgung der Rentner mit Windeln leiden sie am meisten unter Einsamkeit.

Es ist früh um 09:00 Uhr. Alle 43 Rentner sitzen im Aufenthaltsraum und schauen Fernsehen oder hören Radio. Kaum ein Familienmitglied der Rentner traut sich zu ihnen. Meist wurden sie ausgestoßen oder alleingelassen. Sie möchten, dass ihnen jemand zuhört und Zeit mit ihnen verbringt. Wer dahingehend solidarische Hilfe, allein durch seine Anwesenheit, leisten will, kann dies von 09:00 – 11:00 Uhr und von 15:00 – 17:00 Uhr tun. Das Altersheim kann man telefonisch unter (021) 290-144 erreichen.

Wochenblatt / Última Hora

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14 Kommentare zu “Alleingelassen

  1. Würde mich mal interessieren, wo die deutsch sprechenden Einwanderer im Alter oder/und bei schwerer Krankheit verbleiben? Die Mennoniten haben es gut. Wenn sich ihre Familien nicht um sie kümmern können (was eigentlich selten vorkommt) dann gibt es für sie zahlreiche gut geführte Altenheime im ganzen Land. Dafür bezahlen sie aber auch ihr Leben lang in eine entsprechende, mennonitsche Sozialversicherung, ähnlich wie der Renten- und Pflegeversicherung in Deutschland.

    1. Viele kehren zurück und nehmen dort das „soziale Netz“ in Anspruch. Andere gehen hier in von Deutschen geführte Altenheime, wenn sie die Kosten tragen können oder kaufen sich „häusliche Pflege“ und wieder andere verzichten auf ein solches Leben und bevorzugen den Tod (kein Geld, kein Doktor).

      1. Wer hat mit von Deutschen geführten Altenheime schon Erfahrungen gesammelt? Leistung und Preise usw.? Wäre ja für die meisten von uns interessant zu wissen. Denn ist die „Heimkehr“ in das soziale Netz in Deutschland wirklich möglich bzw. eine Alternative? Dann wäre es ja beinahe gleich besser gewesen, gar nicht erst auszuwandern! Doch die meisten verdrängen diese „Perspektiven“ und denken, sie wären „unsterblich“ und immer voller Lebenskraft.

        1. Ich könnte zurück, habe versicherungstechnisch vorgesorgt. Ein Altenheim ist in San Lorenzo.
          Habe Aushang bei der DB gelesen; Peis um die 1.500 €. Habe mich nicht weiter interessiert.
          Bevorzuge lieber andere Lösungen.
          MfG

  2. Da bist wol falsch informirt..di altenheim kosten gehn nicht von dr sozialversicherung..ich denk das sind jetz ueber 5Mil.im monat.das bezahlt ein jedr selber od.seine famiele u.wen die nicht hat..dan gemeinden od.spenden von irgend einem verein.die krankenbetreuung geht durch sozialversichrung u.wird in dn altenheimen -pflegeheimen gemacht.

    1. Sprichst Du von mennonitischen Einrichtungen? Wenn ja, dann wäre ich in der Tat falsch informiert. Aber immer noch günstiger wie dieses deutsch geführte Altenheim in San Lorenzo.

  3. Für ein dankbares lächeln herüber,machten Kapitäne oder Copiloten die meisste Arbeit,und versorgten sie charmant.
    Die gequälten und unterdrückten Pilotinnen gehen in der Statistik unter.
    Eine Freundin von mir erzählte mir in vielen vielen Jahren niemals sexuelle Bedrängniß oder unerträgliche Aufsässigkeit erfahren zu haben.
    Auch ihre Pilotenkolleginnen sagten mir nie oder beschwerten sich über solche Vorfälle.
    Meist waren alle sehr charmant und rücksichtsvoll zu ihnen.
    Daß es so etwas gibt kann ich mir schwer vorstellen,denn die Fluggesellschaft würde dies niemals dulden.

  4. Das Seniorenheim in San Lorenzo ist soweit ganz gut geführt. Aufnahmegebühr ist 3.000.000 GS.
    Monatliche Gebühr ist 3.600.000 GS plus anfallenden kosten wie Arzt, Medikamente,Friseur und Fußpflege.

    1. Stimmt es, dass das Seniorenheim in San Lorenzo von den Zeugen Jehovas geführt wird? Falls ja, nein Danke! Dann lieber Pflege daheim.

  5. Meine infos sind nur von den meno koloni im chaco..wunder wunderbare grose einrichtungen auch ser gutes personal..abr alles fuer einen preis u.nur soweit das Geld vorsebar ist..u.pflegebedurftige..werdn soschnel wie moglich ins pflegeheim verlegt..u.das geht nix durch di versicherung…kein Geschenk ohne gegenleistung,-ist imer aktuel

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