Alto Paraguay: Ein Schlangennest

Fuerte Olimpo: Wenn ein ehemaliger Gouverneur zu 280 Millionen Guaranies Strafe verdonnernd wird, weil er 7 Milliarden Guaranies veruntreut hat ist das Glück, wenn diese jedoch auch veruntreut werden, Pech.

Nein, das ist kein spezifisches Problem der Colorado Partei, auch wenn es so scheint. Erasmo Rodríguez (ANR), von 2003 bis 2007 Gouverneur des Departements Alto Paraguay, zahlte vor zwei Monaten das Bußgeld von 280.800.000 Guaranies auf das öffentliche Konto der Gouverneurs ein. Der jetzige Gouverneur José Domingo Adorno (ANR) beschuldigt seinen Vorgänger Alcibiades Rodríguez (ANR) das Geld kurz vor Ende der Amtszeit abgehoben zu haben, ohne dass es Nachweise über den Verbleib bzw. den Nutzen gibt. Domingo Adorno (Beitragsbild) wollte damit ein Bürogebäude in Carmelo Peralta bauen, was nun nicht umgesetzt werden kann.

Erasmo Rodríguez musste Ende 2007 zurücktreten, nachdem mehrere Anzeigen wegen Korruption gegen ihn gestellt wurden. Insgesamt 7 Milliarden Guaranies (1,13 Millionen Euro) wurden von ihm veruntreut. Für ihn beendete Rosalba de Penayo (ANR) die Amtszeit. Penayo selber sitzt im Frauengefängnis, da sie es in 8 Monaten Gouverneurin zustande brachte 4 Milliarden Guaranies zu veruntreuen. Ebenso wurde sie gezwungen dem Departement ein Grundstück aus ihrem Eigentum zur Verfügung zu stellen. Darauf soll das besagte Bürogebäude entstehen.

Alcibiades Rodríguez (ANR) gibt zu das Geld abgehoben zu haben. Er habe mit den 280.800.000 Guaranies Rechnungen bezahlt und Nachbarschaftskommissionen unter die Arme gegriffen, erklärte er. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

Wochenblatt / Abc Color

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1 Kommentar zu “Alto Paraguay: Ein Schlangennest

  1. Ekaterina Nachtigal

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    Todo tranqui. Wenigstens ein gerechtes Land, sogar Blinde dürfen Autofahren, warum auch nicht, alles andere wäre doch ungerecht. Und Politiker, die Millionen US-Dollar veruntreuen, müssen sich einen anderen Job suchen. Können sie ja auch ohne Vorbestraft zu sein. Da sind eben alle gleich vor dem Gesetz. Kommt mir irgendwie vor wie in Europa, wobei, ein kleiner Unterschied besteht, dort werden Blinde aus Sicherheitsgründen ungerecht behandelt.

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