Warum jetzt ein guter Moment ist in Argentinien einzukaufen

Asunción: Der argentinische Peso strauchelt nicht nur, er crasht. Damit verbunden ist ein besserer Kurs für die in Paraguay lebenden Bürger. In der Grenzregion wird das Einkaufen billiger.

Der argentinische Peso wertet immer weiter ab. Die Regierung von Mauricio Macri muss Offenbarung leisten, und neue Hilfsgelder beim Internationalen Währungsfonds (IWF) abrufen. Wirtschaft, Peso und das Ansehen des Landes leiden. Die Neuordnung erinnert an die große Krise, die das Land 2001 heimgesucht hat. Vereinbarte Zahlungen an sein Land ließ Macri früher anweisen, um der galoppierenden Inflation die Stirn zu bieten.

Der hohe US-Dollar und der wertlose Peso sorgen dafür, dass in der Grenzregion, in der normalerweise Argentinier in Paraguay einkaufen, wenig los ist. Während die Verkäufer wie auf heißen Kohlen sitzen sind es nun Paraguayer, die von der Situation profitieren und billiger denn je Produkte aus dem Nachbarland einkaufen können. Zu leiden haben auch paraguayische Shoppingcenter, die bis vor kurzem von argentinischen Kauftouristen bevorzugt wurden. Ein Wochenende in Posadas, Resistencia oder anderswo bringt in vielerlei Hinsicht finanzielle Vorteile mit sich.

Wochenblatt / La Nación

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5 Kommentare zu “Warum jetzt ein guter Moment ist in Argentinien einzukaufen

  1. Kann mal jemand erklaeren, wieso die in Argentinien so oft Probleme mit ihrer Waehrung haben? Was machen die prinzipiell falsch?

    Wundere mich nur, da der paraguayische Guarani relativ stabil ist.

    1. Sie drucken „Geld“ wie blöde, um ihre sozialistischen Wohltaten zu finanzieren. Eine sehr viel höhere Staatsverschuldung als z.B. in Paraguay bezogen auf das BIP gepaart mit Korruption und Geldverschwendung führen zu immer mehr Zinsen, die dem Steuerzahler aufgebürdet werden. Irgendwann schafft man das nicht mehr im Staatsbudget zu schultern. Die Zinsen steigen, es wird noch mehr Geld gedruckt (neue Schulden aufgenommen) und wieder von vorne. Irgendwann geht es nicht mehr. Je schneller man daran „arbeitet“, desto öfter kann man in einem Jahrhundert Pleite sein. Deutschland hat das in 30 Jahren zwei mal geschafft und steht heute wieder an so einer Stelle. Argentinien eben noch öfter … (Übrigens sind die vielen Nullen auf den Guarani-Zetteln auch nicht gerade ein gutes Zeichen, aber immerhin hat der Guarani das höchste Alter aller Währungen in Latain-Amerika ;–)

    2. Das Wichtigste in Kürze: Argentinien liebt die Mißwirtschaft. Momentan will man versuchen, vom IWF (Internationaler Währunbgsfonds) ein Darlehen über 50 Mrd. US Dollar zu erhalten. Um Schulden mit Schulden zu bezahlen. Das wurde zugesagt, aber noch nicht ausbezahlt. Es sollen damit verbundene Kürzungen vorgenommen werden, die in erster Linie wieder einmal die kleinen Leute treffen. Frau Kirschner, die letzte Präsidentin, soll mindestens ca 20 Mrd. US $ geklaut haben, die sie u.a. in einige Immobilien in Asuncion investierte. Die großen Gauner zocken ab, und die Kleinen müssen bluten, wie zuletzt auf Zypern und in Griechenland.

    3. Hier ein passender aktueller Beitrag zur Krise von Martin Armstrong, es wird noch schlimmer kommen:
      https://www.armstrongeconomics.com/international-news/emerging-markets/dont-cry-for-me-argentina-its-a-global-debt-crisis/

  2. Sie drucken „Geld“ wie blöde, um ihre sozialistischen Wohltaten zu finanzieren. Eine sehr viel höhere Staatsverschuldung als z.B. in Paraguay bezogen auf das BIP gepaart mit Korruption und Geldverschwendung führen zu immer mehr Zinsen, die dem Steuerzahler aufgebürdet werden. Irgendwann schafft man das nicht mehr im Staatsbudget zu schultern. Die Zinsen steigen, es wird noch mehr Geld gedruckt (neue Schulden aufgenommen) und wieder von vorne. Irgendwann geht es nicht mehr. Je schneller man daran „arbeitet“, desto öfter kann man in einem Jahrhundert Pleite sein. Deutschland hat das in 30 Jahren zwei mal geschafft und steht heute wieder an so einer Stelle. Argentinien eben noch öfter … (Übrigens sind die vielen Nullen auf den Guarani-Zetteln auch nicht gerade ein gutes Zeichen, aber immerhin hat der Guarani das höchste Alter aller Währungen in Latain-Amerika ;–)

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