ANDE: Alle Büros geschlossen

Asunción: Die Mitarbeiter des staatlichen Energiekonzerns ANDE haben die Kunden davor gewarnt, dass seit 10:00 Uhr alle Büros wegen eines Generalstreiks geschlossen sind. Es gibt nur einen Notfallplan, um auf mögliche Stromausfälle zu reagieren.

„Sehr geehrte Kunden, heute sind alle Büros im ganzen Land geschlossen“, heißt es auf dem Schild am Hauptzugang der ANDE in Asunción. Rechnungen zu bezahlen oder irgendwelche Ansprüche geltend zu machen ist also heute unmöglich.

Adolfo Villalba, Sprecher der Gewerkschafter, gab zu, dass er die Öffentlichkeit nicht informiert habe, stellte jedoch klar, dass der Streik erst heute für die Behandlung des Haushaltplans 2020 in der Abgeordnetenkammer beschlossen worden sei.

Beamte der ANDE hinterfragen die Kürzung um 300 Millionen US-Dollar und fordern eine Gehaltserhöhung von 10%, die im nächsten Jahr 0,4% des Ausgabenplans ausmachen wird.

Laut Villalba entfallen 10% des gesamten ANDE-Budgets auf Gehälter, im Gegensatz zu anderen Institutionen, in denen 70 bis 90% für Löhne aufgewendet werden.

Um 10:00 Uhr morgens marschierten die Gewerkschafter zum Nationalkongresses, wo sie bis zum Ende der Haushaltsausschusssitzung ausharren werden.

Wochenblatt / Hoy

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

2 Kommentare zu “ANDE: Alle Büros geschlossen

  1. In diesem Land gibt es beinahe nur EGOISTEN!!! Angefangen von den Politikern, über die Lehrer, hin zur ANDE u.a. „Leistungsträgern“ der Gesellschaft. Sie fordern und fordern immer mehr, i.d.R. ohnehin weit über der Preissteigerungsrate für Lebenshaltungskosten. Auf der anderen Seite fehlt es überall an wirklichen Fachleuten und Leistungsfähigkeit. Von Verantwortungsbewußtsein wollen wir überhaupt nicht reden, denn das gibt es hier ohnehin nicht. Jeder ist sich selbst der Nächste ohne Rücksicht auf Verluste.

  2. Also ich finde es auch gerechtfertigt, diesen fähigen und fleissigen Menschen 10% mehr zu geben. Es ist nur gerecht, wenn auch die Ande-Ausgaben 70 – 90% für Löhne und Gehälter ausmachen. Da könnten sie noch schnell 10000 Amigos/Planilleros einstellen, um das zu erreichen.
    Ach was ist das für ein schönes Land. Jeder gute Christ, denkt an sich selbst zuerst.
    Diese Mentalität ist wirklich die übelste der ganzen Erde. Zum Glück sind meine Tage hier schon gezählt – wenngleich ich zeimlich lange zählen muss 🙁

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.