Anonyme Helden im Chaco

Fuerte Olimpo: In der Gemeinde Karandayty ist die Zeit stehen geblieben. Wie früher im Chaco Krieg kämpfen anonyme Helden um den Boden im Chaco zu verteidigen.

Die beklagenswerte Situation von etwa 80 Familien in der Region Karandayty im Bezirk Fuerte Olimpo ist nur ein weiteres Beispiel für die traurige Realität der Menschen im Chaco. Dank der hartnäckigen und aufopferungsvollen Arbeit könnten sie sogar als anonyme Helden betrachtet werden, die die Souveränität in Abwesenheit des Staates verteidigen.

Die Gemeinde Karandayty liegt etwa 200 Kilometer von der Stadt Fuerte Olimpo entfernt.

Hauptsächlich Kleintiere werden von den Bewohnern in der Region gezüchtet. Viele sind seit mehr als 50 Jahren in der Gegend angesiedelt, darunter auch einige junge Leute, die dort geboren wurden.

Sie haben kein Trinkwasser oder Strom. Einige Familien haben Generatoren, wenige Handys, weil das Signal nur an bestimmten Orten existiert.

Kinder im schulpflichtigen Alter besuchen die Bildungseinrichtung Ñu Apu’a, ca. 40 km von der Gemeinde entfernt.

Das Drama der Dürre, die sie jedes Jahr durchmachen, führt dazu, dass die Einwohner oft erkranken, weil das Wasser, das sie konsumieren, praktisch immer schlammig und von schlechter Qualität ist.

Zu ihren Nöten kommt noch die harte Realität hinzu, die seit etwa fünf Jahren entstanden ist, weil sie nicht mehr in der Lage sind, frei auf den Straßen zu zirkulieren, die sie schon immer benutzten. Dies, weil Landwirte, vorzugsweise Ausländer, große Landstriche kauften, Tore mit Vorhängeschlössern platzierten und bewaffnete Wachen aufstellten, um die Freizügigkeit von Familien zu verhindern.

Aber das Aufstellen von Toren ist nicht nur ein Drama der Familien von Karandayty, weil in anderen Sektoren eine willkürliche Praxis besteht, ohne dass Behörden, insbesondere die Justiz, Maßnahmen ergreifen. Wie im Chaco-Krieg (1932-1935) kämpfen viele Menschen immer noch wie ein anonymer Held, um den Boden im Chaco zu verteidigen.

Wochenblatt / ABC Color

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1 Kommentar zu “Anonyme Helden im Chaco

  1. Ja, wie traurig realitätsfremd. Anonyme Helden um den Boden im Grand Caco zu verteidigen. Auf wann wird denn erwartet, dass die Zulus angreifen werden, um ihnen ihre Kleintiere, Generatoren, wenige Handys, nicht vorhandene Schule, nicht vorhandenes Trinkwasser, nicht vorhandenen Strom wegzunehmen?
    Mag sein, dass geschätzte 50 Menschen auf 2.000 ha auf vieles verzichten müssen. Dann sollte man etwas enger zusammenrücken und wie die Mennos gemeinsam etwas aufbauen, sowas wie Straßen, Schulen, beim MEC habilitieren lassen, Trinkwasseraufbereitungsanlage, Supermarkt, Tennisplätze etc.
    Es ist ja wohl klar, dass in einem so großen Land mit einem BIP von 4.000 USD pro Kopf nicht in jede hinterste Ecke des Landes eine achtspurige Autobahn hingebastelt werden kann, vor allem dann nicht, wenn die Einnahmen des Staates kaum für die Auszahlung der Löhne seiner zwei Millionen Staatssubstituten reichen.
    Oder man erhöht die Steuern um 2 Millionen Prozente. Dann könnte es reichen, ist aber politisch nicht umsetzbar.

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