Realitätsfremd oder mit dem Arbeitsrecht vereinbar?

Asunción: Während am gestrigen Nachmittag ein 16-Jähriger beim Fischen umkam, um seine 13 Geschwister zu ernähren, fordert Luis Canillas von Yacyretá eine Abfindung um die 200.000 Euro.

Am gestrigen Nachmittag starb der 16-jährige Efraín Vázquez aus San Ignacio, der beim Fischen sein Leben ließ. Seine Mutter, er und seine 13 Geschwister leben in extremer Armut und wollten sich damit den Magen füllen.

Zum gleichen Zeitpunkt wurde bekannt, dass der Ex Berater des Wasserkraftwerkes Yacyretá, Luis Canillas nach seiner Entlassung am 17. August eine Klage beim Arbeitsgericht einreichte, um 1,14 Milliarden Guaranies Entschädigung zu bekommen. Der Vertrauensmann von Cartes bekam Monat für Monat 66,55 Millionen Guaranies plus Zulagen, was im Dezember des vergangenen Jahres stolze 115 Millionen Guaranies wurde.

Als Besetzer eines politischen Postens, der rein auf Vertrauensbasis und nicht wegen seines Könnens besetzt wurde, dürfte Canillas eigentlich keinen Anspruch auf die von ihm geforderte Entschädigung haben. Dennoch präsentierte er eine Klage vor 11 Tagen im Justizpalast.

Nun wartet Canillas auf eine Mediation. Sollte diese zu keinem Ergebnis führen, beginnt ein Prozess gegen die zweistaatliche Körperschaft. Luis Canillas wurde zwei Tage nach Amtsübergabe an Mario Abdo entlassen. Einer der Gründe war sicherlich das Beitragsbild, was aus einem Video stammt, wo Canillas etwas zu viel getrunken hatte.

Wochenblatt / Última Hora / Abc Color

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5 Kommentare zu “Realitätsfremd oder mit dem Arbeitsrecht vereinbar?

  1. Was lernt man daraus: Selbst einer Pappfigur niemals den Stinkefinger zeigen, das könnte dich deinen hochqualifizierten und -bezahlen Job kosten.
    Wobei in solchen Kreisen solch Arbeitsverträge auf Jahre hinaus nichts neues sind: In Europa bekommst aber bis zu 58 Millionen Euro Entschädigung, wenn schon vor Ablauf des Arbeitsvertrages gehen musst.
    Einigung der ABB mit Barnevik und Lindahl:
    https://www.nzz.ch/article811O2-1.376977
    ABB und die Moral von der Geschichte:
    https://www.nzz.ch/article7ZH43-1.373005

    1. Ja. Die „Konzernbosse“ aka „Vorstandsvorsitzender“ sind auch nur kleine Angestellte. Und wenn sie vor der Frist gehen müssen, gibt es eben einen goldenen Handschlag.

  2. So sind sie, die Blutsauger am paraguayischen Volk. Wenig bis nichts leisten, immer vorne dabei mit ihrer großen Klappe und sich die Taschen füllen, im Hintergrund ihre abhängigen Amigos die ebenfalls nicht viel leisten und dem Volk nur auf der Tasche liegen. Unrechtsbewußtsein? Fehlanzeige!

    1. Nicht viel leisten?
      Wahrscheinlich ist es noch schlimmer: gar nichts leisten oder nur schaden. So wie ich öfters während meiner Beratungstätigkeit feststellen musste: Funktioniert trotz des Chefs!

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