Anstatt Teig kneten nun Mörtel anrühren

Mariano Roque Alonso: In einem Bereich, der an männliche Hände und Gesichter gewöhnt ist, versuchen auch Frauen Fuß zu fassen. Anstatt Teig kneten sind jetzt Mörtel anrühren und Mauern hochziehen angesagt.

Insgesamt 21 Frauen aus Mariano Roque Alonso absolvierten 190 Stunden Ausbildung für das Abschlusszertifikat als Maurer. Angeboten wurde der Kurs von dem Nationalen Ausbildungs- und Arbeitssystem Sinafocal.

Zwischen Mörtel, Ziegeln, Eisen und weiteren Baustoffen bekamen die Teilnehmerinnen Grundlagen von dem vermittelt, um den Teil eines fernen Traumes wahr werden zu lassen: Die Wände des eigenen Hauses hochzuziehen.

„Ich denke, dass wir in Paraguay die Fähigkeiten der Frauen in der Baubranche durchaus nutzen können. Sie arbeiten sauber und exakt“, sagte Ingenieur José Maria Diaz, Ausbilder von dem Kurs.

Die Entwicklung von Projekten, das Lesen der Baupläne, die Berechnung der Material-, Arbeits- und Baukosten waren ebenfalls Kenntnisse, die vermittelt wurden.

Trotz starker Regenfälle und intensiver Sonneneinstrahlung hielten die Frauen durch. „Für mich ist das ein nobler Beruf. Er hat mir seit der Kindheit sehr gut gefallen“, sagte Petrona Valdez de Leguizamón.

Obwohl die Arbeit in der Baubranche viel Kraft erfordert, gibt es nichts, was in Teamarbeit nicht lösbar ist.

„Die Hausarbeit geht nie zu Ende“, lachte Francisca Insfrán, eine Teilnehmerin, die Schneiderin gelernt hat und sich mit 53 Jahren der Herausforderung des Mauerwerk zuwandte, um ihr Haus zu reparieren.

Abgesehen davon, dass der Kurs eine Gelegenheit bietet, zu Hause zu sparen, sind sich alle Frauen einig, dass sie im Falle eines Falles ein Stellenangebot nicht ablehnen werden, weil die Vergütung beträchtlich ist.

Diaz erklärte, dass in der Baubranche, speziell Maurer, im Durchschnitt zwischen 120.000 und 150.000 Guaranies am Tag verdienen würden. Wer mehr Erfahrung habe kann etwa sechs Millionen Gs. im Monat bekommen.

Cristiana Paniagua, Koordinatorin von dem Kurs der Behörde Sinafocal, beklagte, dass die Gesellschaft im Allgemeinen immer noch ein tief verwurzeltes Vorurteil habe, dass die Kapazität von Frauen eingeschränkt sei und solche Arbeiten nur Männer machen könnten.

„Es war sehr aufregend, die Hingabe zu sehen, die jeder von ihnen hat und die Fähigkeit, viel schneller zu lernen“, sagte Paniagua.

Der Kurs wurde kostenlos angeboten. Die Teilnehmer mussten ihre eigenen Werkzeuge mitbringen und sich selbst verpflegen.

Wochenblatt / Ultima Hora

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

7 Kommentare zu “Anstatt Teig kneten nun Mörtel anrühren

  1. 190 Stunden für eine Lehre, die regulär so 3 Jahre dauert? Nun da wundert man sich nicht über das Verfallsprodikt „Super-Viaduct“…

    1. DAs musst du positiv sehen. Sie haben 190 STunden Ausbildung mehr als jeder „Maurer“, sind also hochqualifiziert.
      Eigentlich sind die Damen damit doch ideal für Deutschland. Hochqualifizierte Fachkräfte. Und wenn sie in D sind, holen sie ihre Familie nach (so 20 – 30 Leute). Dann geht es richtig vorwärts in Deutschland.

      Grüße an die Österreicher hier. Bin zum ersten Mal neidisch auf euch. Ihr müsst euch nicht vermerkeln lassen.

  2. Daß Frauen allgemein lernfähiger und intelligenter sind als die hiesigen Machos zeigt sich mir täglich. Beim hiesigen Holzhändler zeigt die junge Jefa den 20 jährigen Jungs wie man Spanplatten auf der Säge korrekt zuschneidet.
    Im Alumiumhandel in Asu sieht es genau so aus. Das Sagen hat die junge Jefa. Und warum wohl sind bei der Vision Banco überwiegend Frauen am werkeln?
    Ich finde das gut, dass die dumpfen Machos hier, die oft nur ein großes Mundwerk haben, von den Frauen mal gezeigt bekommen was Sache ist.

    1. Interessanterweise mache ich beim MOPC haeufig die andere Erfahrung. Dass die Frauem mit Uni-Abschluss meinen, sie koennten alles, aber dann ziemlich ungenuegend. Selbst-Ueberschaetzung nennt man das wohl auch.
      Frauen fehlen auch am meisten und sind nach 16 Uhr normalerweise nicht mehr anzutreffen. Das eine Vielzahl von Stunden mit WhatsApp und Facebook draufgeht, brauche ich wohl nicht extra zu erwaehnen..

  3. Tüchtige Frauen . !!!!!! Die sollen noch , wie in Russland , U-Bahne , Strassenbahne bauen .
    Holzfäller werden . Die müssen das Werk noch erlernen . Die Männer haben es schon , das Mundwerk
    Also dürfen sie auch zuschauen und denken: ,, Wie schön muss dass Schaffen sein, wenn das Zuschauen
    schon so schön ist „

    1. Ganz so in Russland,hast Recht,die Frauen können Arbeiten/Mauern.Kalksandstein/Zementmörtel ist die Spezialität:
      „Die Männer sind dort sind alle Spezialisten.“ Denk immer dran,wenn Frauen Mukis haben, haben die Männer auch was davon. Entweder ein paar hinter die Ohren, was einige ab und zu auch brauchen oder eine standhafte samfte schurrende Katze!
      Ganz so würde ich das nicht so sehen.Mit 190Stunden kann man sie etwas anlernen.
      Alles andere kommt nach und nach auf den Bau.Das ist sehende Arbeit.Dann braucht man wirklich einen guten Maurer,Vorarbeiter,Polier oder Meister der sie nach und nach alles Zeigt.Das ersetzt keine Lehre normal 2.oder 3.Jahren.
      Nach zwei drei Jahren sind sie perfekt!

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.