Italienische Einwanderer prägten die Stadt am Fuße des höchsten Berges in Paraguay

José Fassardi: Das Ybytyruzú Gebirge besteht aus einer Reihe von sehr schönen Bergketten. José Fassardi, im Departement Guairá, ist bekannt durch seine Lage am Fuße des höchsten Berges in Paraguay, dem Tres Kandú, aber auch durch seine italienischen Einwanderer.

Trotz der Zeit der Moderne haben die Einwohner ihren Demut und Fleiß nicht verloren. Jedoch ist die Glanzzeit der ersten Sperrholzfabrik im Land in die Geschichte eingegangen. Die goldenen Zeiten und die wirtschaftlichen Bemühungen einer industriellen Revolution durch italienische Einwanderer haben nicht gefruchtet. Bis heute gibt es nur ein minimale Industrie in José Fassardi, meistens wird Landwirtschaft betrieben, hauptsächlich Zuckerrohr angebaut.

Das ehemalige Unternehmen Fassardi Industrial und Commercial Limited beschäftigte in seiner Blütezeit mehr als 3.000 Mitarbeiter aus den Departements Guairá und Caazapá. Es gab eine Vielzahl von industriellen und forstwirtschaftlichen Betriebe. Alle Sorten von Holz, Balken, Bretter wurden nach Amerika und Europa exportiert. Öle aus Erd- und Kokosnüssen, Rizinus sowie Sonnenblumen fanden reißenden Absatz im In- und Ausland.

Es gab in José Fassardi ein eigenes Schienennetz, mit zwei Lokomotiven und je 40 Waggons, die Rohholz transportierten.

Die Hauptstraße verband den Ort mit San Salvador, wo die Eisenbahnlinie Asunción – Encarnacion vorbeiführte. Eine weitere Zugverbindung, Schmalspur, gab es zwischen José Fassardi und San Augustin.

Wenn man von den goldenen Zeiten der Stadt spricht, darf man den deutschen Einwanderer Otto Memler nicht vergessen. Er erwarb moderne Maschinen zur Herstellung von Keksen und Gebäck. Die Produktion betrug mehr als vier Tonnen monatlich. Zusätzlich eröffnete Melmer eine Blechfabrik. Beide Unternehmungen hatten 1904 ihren Ursprung. Der Deutsche investierte ein Vermögen, rund 200.000 Pesos zur damaligen Zeit.

Das Projekt einer Asphaltstraße von José Fassardi nach Independencia ist bereits in der Entwicklung. Sie führt vom Almacen 50 über Santa Cecilia in die Stadt am Fuße des Tres Kandú. Drei Betonbrücken müssen errichtet werden.

Der Tres Kandú ist der höchste Berg Paraguays, mit einer Höhe von 832 Meter über dem Meeresspiegel. Er ist einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Ybytyruzú Gebirge, den immer mehr Touristen besuchen. In José Fassardi hat man auch den Schwerpunkt auf diesen wirtschaftlichen Zweig erkannt und dahin verlegt. Mehrere Führer sind in der Stadt ansässig, die den Ausflug zum höchsten Berg in Paraguay organisieren.

Wochenblatt / ADN Paraguayo

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