Ára: Vorwürfe gegen die Zentralbank

Am 16. Juni berichteten wir über die Abwicklung der Financiera Ára und die Entschädigung aller Sparer innerhalb einer Woche. Scheinbar lassen die Banken, welche Kredite übernommen haben, die meisten Anleger noch auf ihr Geld warten.

Die Zeitung 5dias erhebt unterdessen schwere Vorwürfe gegen den Präsidenten der Zentralbank (BCP) und seine Mitarbeiter. Carlos Fernández Valdovinos übernahm am 3. Oktober 2013 den Vorsitz der Bank und habe bereits einen Monat später einen Bericht über eine Verbindung von Carlos Sosa Palmerola zu dem Institut erhalten. Valdovinos hatte bei der Bekanntgabe der Intervention der BCP beteuert, nichts von einer Beteiligung von Sosa an Ára gewusst zu haben.

Sosa, der öffentlich als Berater von Ára auftrat, aber scheinbar der Besitzer des Geldhauses war, ist in Brasilien wegen Geldwäsche und anderer Delikte angeklagt und es liegt ein Auslieferungsantrag für ihn vor. Auch die Zentralbank selber hatte Sosa mehrmals verwarnt, als dieser noch Besitzer des Geldwechsel-Unternehmens „Tupí Cambios“ war. Offiziell gehörte Ára der Mutter von Sosa, einer 70-jährigen Schneiderin, weder der Zentralbank noch der Behörde für Geldwäsche (Seprelad) kam dies je ungewöhnlich vor.

5dias fragt rhetorisch: Wenn er (Valdovinos) in einer der kleinsten Entitäten des (Finanz-) Systems nicht die Präsenz einer Person mit einem Auslieferungsantrag aus Brasilien feststellen konnte, obwohl er mehrere Untersuchungen von Ára in Auftrag gab, wie kann er dann die anderen 17 Banken und 12 Financieras, die unter seiner Kontroller stehen, beaufsichtigen?

Die Zeitung findet „befremdlich“, wenn Carlos Fernández Valdovinos bei Bekanntgabe der Abwicklung von Ára, sich rühmt, die BCP habe eine makellose Arbeit während vieler Monate geleistet, obwohl im Verlauf der Ermittlungen 14 Millionen USD verschwanden. Sie spricht von „möglicher Fahrlässigkeit oder sogar Verschleierung“ im Zusammenhang mit der Leerung der Kassen des Instituts.

5dias enthüllte außerdem, der Bruder der Geschäftsführerin für die Bankenaufsicht innerhalb der BCP habe bis zwei Monate vor Bekanntgabe der Abwicklung von Ára bei dem Finanzinstitut gearbeitet, auch hat die Schwester des Superintendenten der Bankenaufsicht bei dem Geldhaus gearbeitet.

Quelle: 5 Días

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