Argentinischer Peso auf Rekordtief

Asunción: Am gestrigen Freitag schloss die argentinische Währung mit einem neuen Rekord, leider im negativen Sinne. Der Wert fiel auf 400 Guaranies für einen Peso im Verkauf und 350 Guaranies im Ankauf. Dieser Absturz ist die Folge eines US Urteils, wobei ein Richter entschied, dass alle Altschulden an zwei US-Hedgefonds in Höhe von mehr als 1 Milliarde US-Dollar in den USA und nicht in Argentinien begleichen muss.

Argentinien, derzeit im Fußballfieber, hatte 2005 und 2010 mit 92% der privaten Gläubiger eine Umschuldung vereinbart. Die Regierung zahlt nun die Schulden in Raten an diese Gläubiger zurück. Mit 7% der Gläubiger gab es keine Einigung und 1% der Gläubiger klagte vor Gericht.

Der Oberste Gerichtshof der USA hatte am Montag eine Berufung Argentiniens gegen ein Urteil einer niedrigeren Instanz zurückgewiesen. Sollte man das Urteil vollstrecken, müsse Argentinien nicht nur die beiden Hedgefonds auszahlen, sondern wegen Forderungen weiterer Gläubiger insgesamt 15 Milliarden US-Dollar zahlen, was das Land zahlungsunfähig mache.

Damit zusammenhängend werden auch diverse Produkte in Argentinien billiger und Schmuggel nach Paraguay lohnt sich noch mehr. Neben dem paraguayischen Handel und der Industrie werden aber auch Geldempfänger aus Argentinien auf eine erneute Probe gestellt. Paraguayer die noch vor Jahren 2.000 Pesos in Guaranies in Empfang nahmen bekamen dafür 2 Millionen Guaranies. Heute bekommen diese höchstens noch 700.000 Guaranies.

(Wochenblatt / Última Hora)

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