Armut durch Arbeit überwinden

Loma Plata: Bei einem Meeting im Chaco ging es um das Thema “Soziale Ungleichheit mit innovativen Ansätzen und gemeinsamen Lösungen“ zu kompensieren. Armut durch Arbeit überwinden war ein Lösungsvorschlag, und dass man keine Wunder von anderen erwarten dürfe.

Drei Indigene und Landwirte sprachen über den Fortschritt in ihren Gemeinden durch Arbeit, Dialog und gegenseitige Zusammenarbeit, weit davon entfernt, “Wunder“ vom öffentlichen Sektor zu erwarten.

Brígido Loewen von der Gemeinde Enhlet Pesempo’o in Loma Plata sagte, sie hätten eine Schule, ein Krankenhaus und ihre Grundstücke seien alle tituliert. Er betonte, dass die Erfolge durch den Dialog zwischen allen zustande gekommen seien.

Er räumte ein, dass die Gemeinde mehr Platz brauche und dass die Jugend vor mehreren Herausforderungen stehe.

Antonio Torres, Mitglieder des Molkereikomitees in der Region Ávalos Sánchez (Präsident Hayes), sagte, sie hätten 1998 mit der Organisation begonnen. Sie haben derzeit 17 Milchtanks und drei Kühlaggregate, die ein Jahreseinkommen von 800 Millionen Guaranies den Mitgliedern des Verbands garantieren. Er betonte, dass der Ausschuss formalisiert sei, Arbeitsquellen generiere, Kredite gewähre und Druck auf andere Instanzen ausüben könne.

José Anegui von der Ethnie Aché in Puerto Barra (Alto Paraná) berichtete, dass sie eine Fläche von 851 Hektar besitzen, von denen 270 Hektar für die maschinelle Landwirtschaft (Sojabohnen, Mais, Weizen), Milch, Honig, Kunsthandwerk und Fischzucht genutzt werden.

Über 580 Hektar sind noch Wald und dienen als Rückzugsort der Vorfahren. Er fügte hinzu, dass sie nicht auf Fonds wie Tekoporã oder das Ministerium für Stadtplanung, Wohnen und Lebensraum (MUVH) zurückgreifen müssen, weil die einzige Lösung, um aus der Armut herauszukommen, die Arbeit sei.

Wochenblatt / ABC Color

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4 Kommentare zu “Armut durch Arbeit überwinden

  1. Kuno Gansz von Otzberg

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    Das groesste Problem ist nicht die Arbeit, denn fuer 100 Millionen Guaranies pro Tag arbeiten sie gerne bis zum Sonnenuntergang. Z.B. bei den paraguayern mussten die lateiner als Arbeitnehmer frueher das Feld vom Lausekraut reinigen was sie heute nicht mehr wollen. Das wurde frueher so gemacht dass man ein Baumwollgarn nahm und damit ueber die Lausekrautaehren strich wo der Samen des Lausekraut dann am Faden haften blieb, die Arbeiter dieses dann reinpulen (auslausen) mussten und jeden einzelnen Lausekrautsamen in einen Sack reintun mussten. So kroch man auf Knien hektarweise das Feld ab.
    Dieses will man heute nicht mehr tun, es sei denn fuer 1 Million Guaranies pro Tag z.B.
    So dass es nicht an der Arbeit liegt sondern an den Anspruechen und vor allem am ueberteuerten Preis den die Arbeitnehmer meinen verlangen zu muessen. Fuer europaeische Preise wuerden sie schon arbeiten.
    Das bedeutet dass die paraguayische Wirtschaft immer mehr sich loskoppelt von der Kosten-Einnahmestruktur und somit entweder wegen gehobener Ansprueche der Arbeiternehmerschaft die Produktion sinkt (Erhoehung der Arbeitslosigkeit weil man niemandem mehr anstellen will) oder die paraguayischen Produkte muessen fuer ueberteuerte Preise verkauft werden (Verlust an Kompetivitaet).
    Zudem muss die legale Privatwirtschaft heute auch zusehends mit der Korruption und Drogenwirtschaft in Kompetenz treten auf dem Arbeitsmarkt denn ein Politiker der das Geld vom Staat stiehlt (Korruption) verschleudert das Geld leichtfertig an die Arbeitnehmer und zahlt fuenffache Preise wo die Privatwirtschaft dann nicht mehr mithalten kann. Dasselbe fuer die Drogenwirtschaft und die ueberhoehten Preise in den Ballungszentren des Chaco (Verstaedterung) denn die Dienstleistungen in der Stadt sind oftmals 2 bis 3mal so teuer wie anderswo.
    Das hat ja gerade in Venezuela dazu gefuehrt dass keine produktive Sektoren aufgebaut wurden weil eben die hohen Gehaelter von PDVSA und der Oelindustrie wie Bonanza der Politiker alle anderen Sektoren erstensmal die Arbeitnehmer abgezogen und dann vollends abgewuergt haben. Das nennt man klassischerweise die „Hollaendische Krankheit“ denn das passierte in Holland als Shell da Gas fand (die Regierung steuerte aber dagegen so dass sich eine relativ gesunde Landwirtschaft entwickeln konnte.
    Auch die Demografie ist in Paraguay noch OK (https://www.populationpyramid.net/paraguay/2019/), kommt aber schon ins stocken so dass man 2070 eine maximale Bevoelkerung von 10 Millionen Menschen zaehlen wird. Der Bevoelkerungswachstum hat sich deutlich verlangsamt bleibt aber stetig so dass man heute wenig Steuerzahler hat, aber viele Konsumenten – nur diese nehmen nicht zu wie z.B. im Kongo so dass eine konstante Bevoelkerungszahl zu erwarten ist. Suedamerika als ganzes im Durchschnitt weist eine regressive Geburtenrate vor so dass es immer weniger junge Arbeitskraefte geben wird und man in ein paar Jahren den peak der Steuerzahlungen erwarten kann. Nur die Alten werden dann keine oder weniger Rente bekommen weil es keine Jungen Leute geben wird https://www.populationpyramid.net/south-america/2019/. Brasilien altert rascher als sogar Europa wo Argenitinien noch eine der gesundesten demographischen Entwicklungen aufweist https://www.populationpyramid.net/brazil/2019/ und https://www.populationpyramid.net/argentina/2019/. Brasilien wird immer weniger konsumieren, Argentinien aber mehr. Die USA sind langfristig das einzige Land das genuegend Junge Leute haben wird daher genuegend Steuerzahler (30 bis 60 Jaehrige) und auch genuegend Konsumenten haben wird (0 bis 29 Jaehrige).
    Demographie der USA vs Paraguay: https://www.populationpyramid.net/united-states-of-america/2019/ und https://www.populationpyramid.net/paraguay/2019/. Die USA haben Steuerzahler und Konsumenten/Arbeiter wo Paraguay nur Konsumenten/Arbeiter hat aber nicht genuegend Steuerzahler – es sei denn in 30 Jahren.
    China hat eine der uebelste Situationen da ihre Bevoelkerung radide altert und nicht genuegend Junge Leute da sind um weiter billig zu produzieren https://www.populationpyramid.net/china/2019/.
    Paraguay wird zwar mehr Junge Leute haben, aber wegen dem Fehlen der Steuerzahler werden die nicht ausgebildet sein und nicht reich geworden sein wenn sie bis zum Steuerzahlen dran sind (und aus dem Konsum rauskommen). Die Staatsverschuldung duerfte in Paraguay steigen wenn Sozialprogramme aufrechterhalten werden und die jungen Leute nicht arbeit bekommen (fehlen an genuegend Arbeitsplaetze wegen unwillige und unqualifizierte Arbeiter) und damit steigt auch die Kriminalitaetsrate stetig bleibt aber relativ konstant wegen der relativ schlanken bis regressiven Demografie.
    Theoretisch sollte der Mindestlohn bald in Paraguay fallen um all den arebitscheuen Leuten arbeit zu geben.

    1. Kuno Gansz von Otzberg

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      Paraguay 1950 hatte etwa 9% Menschen beider Geschlechter (zusammen etwa 20%) die zwischen 0 bis 4 Jahre alt waren. 2019 zaehlt diese Bevoelkerungsgruppe nur noch 4.8% beider Geschlechter, also halb so viel und 2100 wird Paraguay rund 2.4% beider Geschlechter dieser Altersgruppe haben wo dann die meisten der Menschen zwischen 40 und 75 Jahre zaehlen werden also viele Steuerzahler aber wenig Arbeiter/Konsumenten und damit auch weit weniger Produktion. 2100 soll Paraguay in etwa 8.6 Millionen Einwohner haben mit einem peak von 10 Millionen im Jahre 2070. Ab 2050 sieht die Demographie Paraguays schon wie ein Flaschenbaum aus (samu’u) wo diese heute 2019 wie ein klassischer Glockenturm einer Kirche aussieht. Das bedeutet dass schon heute die Bevoelkerung nicht merklich zunimmt und zunehmen wird bis 2070 (denn 3 Millionen Leute mehr sind nicht sehr viel in 50 Jahren). Es macht also keinen grossen Sinn auf Industrialisierung des Landes zu hoffen denn es werden ja sowieso die Arbeitskraefte fehlen – zumal die Qualitaet der Arbeitnehmerschaft nicht gewaehrleistet werden konnte. Steuerzahler wird Paraguay aber ab 2040 zusehends habe und immer mehr Steuerzahler haben je mehr man dem Jahr 2100 zugeht. Gesetzt der Fall dass diese auch reich wurden bevor sie alt wurden und was geben koennen.
      Die Chinesen haben ja das Problem dass sie alt wurden bevor sie reich goworden sind und daher viele arme Alte da sein werden bzw schon da sind ohne dass es Junge gibt die Arbeiter sind.
      Paraguay 1950 https://www.populationpyramid.net/paraguay/1950/. Form einer aegyptischen Pyramide.
      Paraguay 2050 https://www.populationpyramid.net/paraguay/2050/. Flaschenbaumform.
      Paraguay 2100 https://www.populationpyramid.net/paraguay/2100/. Form des Empire State Buildings nur ohne Sockel.
      Bis 2030 kann man in Paraguay in etwa auf genuegend billige Arbeitnehmer hoffen + 30 Jahre wenn die Neugeborenen gross sind also 2060 wo der Konsum dann bedeutend nachzulassen anfaengt aus Mangel an Menschen. Wies mit der Kaufkraft steht, das steht in den Sternen…

  2. Kuno Gansz von Otzberg

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    The Coming Retirement Crisis Explained and Explored https://www.youtube.com/watch?v=5OFaZcC0lRU
    Zitat aus dem Video: „Wir haben einen ausserordentlich ueberbewerteten (d.i. ueberteuerten; zu hohe Preise) Markt“ und „Menschen koennen es sich einfach nicht mehr leisten in Rente zu gehen sondern muessen bis an ihr Lebensende arbeiten (weil sie eben eine zu geringe Sparquote haben)“.
    Diese zwei Aussagen duerften auch auf Paraguay zutreffen.
    Die Mentalitaet und Ansprueche der Menschen sind die groessten Preistreiber wie in dem Fall der „Babyboomer“ (Menschen die 1950 in den USA geboren wurden welche dann 1968 die Hippierevolution lostrat). Dasselbe durchliefen die Mennoniten deren Babyboomergeneration in etwa auch wie in den USA aus den Jahren 1955 bis 1965 stammte (in den USA 1950). Diese Generation ist jetzt alt und bei den Mennoniten durchweg reich geworden. Die Babyboomergeneration der Mennoniten hatte durchschnittlich 4 Kinder in etwa welche dann durchschnittlich etwa 2 Kinder haben duerften. Daher hat man eben aus demographischen Entwicklungen die Kolonie „der Welt“ geoeffnet. Exportieren tun die Reichen (Mennoniten, korrupte Politiker und Brasiguayos) also eigentlich nur ins Ausland (Fleisch- und Sojaexporte) so dass sie fast nicht vom Lokalkonsum abhaengig sind und in Paraguay die (noch) zahlreichen Jugendlichen (Arbeiter und Konsumenten) relativ ohne Konsequenzen niedrige Loehne zahlen koennen ohne dass der reichen Wirtschaft darunter leidet. Das bei nicht arbeitsintensive Unternehmen (Fleisch und Landwirtschaft)
    Die vom aussterben bedrohten Japaner verlagern ja direkt ihre Fabriken ins bevoelkerungsreiche Ausland weil sie schlicht und ergreifend nicht mehr genug Arbeitskraefte haben.
    In Sued Afrika sollen mehr Leute an HIV sterben als geboren werden – wie Drogenkonsum und Selbstmordrate (Paraguay steht an 72. Stelle der hoechsten Selbstmordrate und bei HIV an 73. Stelle. 0.4% der paraguayischen Bevoelkerung hatte 2015 AIDS und 10 von 100000 Personen begehen Selbstmord in Paraguay) die Bevoelkerung und damit die Wirtschaft noch dezimieren werden, ist ne ganz andere Frage.

  3. Junge Leute heist eher nicht gleichzeitig Steuerzahler. Eher Flüchtlinge, Unruhen und Kriege. Afrika und der Orient sind ja wohl die besten Beispiele. Die Arbeit kann ja sowieso nicht erschaffen werden und die Wirtschaft arbeitet ja so, dass sie immer weniger Arbeitskräfte braucht. Außerdem müssen ja das Klima und die Welt gerettet werden. Das geht eben nicht bei steigenden Bevölkerungen obwohl die etablierten Parteien und deren NGOs das schon so sehen. Es gibt ja auch eckige Kreise und daher Steuern für das Klima, aber nicht für Konzerne und Milliardäre sondern für die Angestellten.
    So viel Geld wie heute war noch nie da weil es sowieso nur gedruckt wird (könnte auch einfach überwiesen werden) und den Milliardären würde es nicht mal auffallen wenn man die Hälfte davon als Pension für andere nehmen würde. Brauchen tun sie es sowieso nie, es zirkuliert nur an den Börsen und in Steuerparadiesen.
    Kurz und gut: Wer sich Sorgen macht, dass die Menschheit ausstirbt, kann nur ein Vollzeitkapitalist in seiner Traumfinanzwelt sein. Wer gleichzeitig auch Pläne ausarbeitet,wie man Afrikaner und Orientale (die letzen Konsumenten!!!) samt Familie weltweit verteilen kann, ebenfalls. Notgedrungen muss man sich dann eben Philantroph, NGO oder Klimaretter etc. nennen.

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