Auf den Spuren der europäischen Einwanderer

Yegros: Europäische Einwanderer hinterließen überall ihre Spuren im Land. Yegros, geprägt von deutschen Kolonisten im Departement Caazapá, hat die Vergangenheit in einem Museum festgehalten.

Don Elvio Romero heißt die Ausstellung in der kleinen Gemeinde, in denen die Spuren europäischer Einwanderer festgehalten sind. In acht Räumen wird der Besucher in die Vergangenheit geführt. Fotografien der Pioniere zeigen die Anfangsschwierigkeiten der Kolonialisierung. Eines der markantesten Stücke ist sicherlich ein batteriebetriebener Funkempfänger während der Zeit des Chaco Krieges (1932- 1935). Es gehörte einem spanischen Unternehmer und diente dazu, Nachrichten von der Front an die Familienangehörigen zu übermitteln.

Schon damals wie heute gab es eine funktionierende Zuckerrohr- und Yerbaproduktion in der Kolonie. In dem Museum sind einige Ausstellungsstücke aus der Anfangszeit zu besichtigen, inklusive Fotografien. Musik steht und stand immer im Mittelpunkt der Kolonisten. Klarinetten, Trompeten und weitere Gegenstände kamen durch einen Militärpfarrer, Pedro Juan Fariña, der 1926 bis 1976 in Yegros Dienst tat, zum Einsatz. Fariña leitete das Militärorchester Boys Scout, das oft auftrat und für Abwechslung in unruhigen Zeiten sorgte.

Das Museum ist von Dienstag bis Sonntag, jeweils von 07:00 Uhr bis 11:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Sehenswert ist ebenfalls die Pfarrkirche in Yegros mit einem wunderschönen Holzaltar, eingeweiht am 15. November 1926.

Yegros ist eine der ersten Gemeinden in Paraguay, die durch eine Stadtplanung entstand und vernünftige Strukturen aufweist. Der französische Architekt Gibrat entwarf die Kolonie und Gemeinde im Hinblick auf die argentinische Stadt La Plata. Es sind diagonale Straßenzüge, die auf einem zentralen Stadtplatz hinführen, angelegt worden. Zusätzlich existieren noch vier weitere angrenzende Parks.

Yegros liegt 278 Kilometer von Asunción entfernt, im Departement Caazapá. Noch vor vier Jahren waren 52 Kilometer dieser Strecke, zum Ende der Kolonie hin, unbefestigt. Dies gehört aber jetzt der Vergangenheit an, es gibt eine durchgängige Allwetterstraße.

Quelle: ABC Color

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4 Kommentare zu “Auf den Spuren der europäischen Einwanderer

  1. Ich bin erst dieses lange Wochenende wieder in Yegros gewesen. In diesem kleinen Staedtchen haben sich in den 20er Jahren meine Urgrosseltern niedergesetzt. Es leben noch einige deutsche und schweizer Nachfahren in dem Ort und in der deutschen Schule wird Deutsch auch gelehrt.
    Der Weg bis dahin ist NOCH nicht vollstaendig geteert, es fehlen noch 10 km bis zum Ortseingang. Es empfiehlt sich mit einem Allradantrieb hinzufahren oder mit dem Bus – „La Yuteña“ heisst die einzige Buslinie die von Asuncion uber Ruta 2, Coronel Oviedo, dann Ruta 8, Villarrica, Caazapa und Yegros faehrt. Und das auch nur wenn es nicht stark regnet!
    Ich muss zugeben, ich bin noch nicht in dem Museum gewesen – werde es aber beim naechsten Mal machen.

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