Auf der Suche nach dem größten Schatz in Paraguay

Asunción: Legenden um den Schatz “Plata Yvyguy“ gibt es viele. Jedoch wollen Archäologen aus Frankreich, die in Kürze in Paraguay eintreffen, auch andere Bereiche erkunden. Es kann zu interessanten Entdeckungen führen.

„Als erstes werden die historischen Stätten des paraguayischen Krieges von den Archäologen besucht. Speziell in den Departements Ñeembucú, Cordillera und Central. Später beginnen die Ausgrabungen“, erklärte der Historiker Fabián Chamorro. Er ist einer der Organisatoren, der die Teilnehmer eingeladen hat. Im Hintergrund zogen das Ministerium für Kultur aus Frankreich und Paraguay sowie die beiden Außenministerien der beiden Länder die Fäden für den Besuch.

Chamorro erklärte weiter, dass erste Daten aus dem Dreibund Krieg (1864-1870) gesammelt werden sollen, wie zum Beispiel die Art der Waffen, die Position der Truppen, Dauer und Intensität von Gefechten und weitere.

Daneben gibt es noch einige Fragen zu klären, vor allem wie viele paraguayische Soldaten im Kampf gestorben sind oder wie und wo sie begraben wurden.

„Wir erhoffen uns eine Menge Details zu finden. Nicht nur die Art der Waffen, sondern auch Massengräber sind viele noch nicht entdeckt. Das ist besonders in Cordillera der Fall. Paraguayer wurden in Gruben verscharrt und wir konnten diese Orte nie bestimmen“, erklärte Chamorro.

Am kommenden Samstag werden zwei Archäologen aus Frankreich in Paraguay erwartet. Sie bleiben eine Woche im Land und beginnen erst nächstes Jahr mit den Ausgrabungen.

„Jede Arbeit der Valorisierung von historischen Kriegsschauplätzen erfordert eine vorherige archäologische Studie“, sagte Chamorro.

Schließlich kam der Historiker auf das Thema von dem Schatz “Plata Yvyguy“ zu sprechen. Jedoch betonte Chamorro, dass das wirkliche Ziel bei den Nachforschungen nur darauf abziele was wirklich Wert habe: Die Geschichte des Landes.

„Das Thema Yvyguy ist eines der schlimmsten Dramen in unserem Land. Denn die vermeintlichen Sucher gehen und graben in der damaligen Zone der Kriegsschauplätze. Sie nehmen Überreste mit. Nach der neuen Gesetzgebung könne sie dafür bestraft werden, sogar mit Gefängnis. Wir fordern Verständnis und Vernunft. Der größte Schatz, der zu finden ist, ist die Aufwertung der historischen Orte sowie dass alle Paraguayer sie kennenlernen und darüber sprechen können, was vor 150 Jahren passierte“, betonte Chamorro.

Wochenblatt / ABC Color

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