Das ökologische Risiko im Chaco wird immer größer

Filadelfia: 2016 hat die westliche Region in Paraguay allein 200.000 Hektar an Wald verloren. Grund dafür ist vor allem das Fehlen von Vorschriften.
Vor Jahren versuchten Umweltschützer nur die Ostregion im Land zu retten. Sie hatten nie geglaubt, dass es auch an anderer Stelle so weit kommen könnte.

2002 zeichneten sich in den östlichen Landesteilen starke Bedrohungen beim Waldbestand ab. Sie waren so groß, dass die Gefahr bestand, dort werde in fünf Jahren kein Baum mehr stehen.

„2002 gab es in den Ostregionen nur noch wenige Wälder. 120.000 Hektar wurden in diesem Jahr gerodet. Hochrechnungen gingen davon aus, dass der Bestand in fünf Jahren ganz verschwunden ist“, sagte Lucy Aquino, von der Organisation WWF in Paraguay.

Ab diesem Zeitpunkt wurden Umweltschützer aktiv und beschlossen auf die Einhaltung der Vorschriften und Gesetze zu pochen.

2004, als das Gesetz Nr. 2524 “Null Entwaldung“ in Kraft trat, wurde der Chaco nicht berücksichtigt. „2012 stellten wir fest, dass im Chaco enorme Rodungen erfolgten. Jetzt sind es vor allem die Landwirte und die Grundstückseigentümer. Es muss eine territoriale Ordnung erfolgen, damit Gebiete mit hohem Wert für die Umwelt erhalten bleiben“, sagte Aquino.

Ein inoffizieller Bericht der Forstbehörde Infona weist zwischen 2011 und 2016 eine gerodete Waldfläche in Höhe von 1,931 Millionen Hektar auf. 97% davon erfolgten mit Genehmigungen.

In der Ostregion sollte eigentlich die Null Entwaldung per Gesetz eingehalten werden. Trotzdem wurden 2016 allein wieder 16.000 Hektar illegal gerodet.

Für den WWF haben die östlichen Gebiete eine unglaubliche Regenerationsfähigkeit bei Wiederaufforstungen. Das liegt an den klimatischen Bedingungen und den nährstoffreichen Böden.

Jedoch in den Westregionen und im Chaco schaut die Sache ganz anders aus. Hier führen die Abholzungen zu einer extremen Verschlechterung. Das Ergebnis sind wüstenähnliche Landschaften mit einer sehr schwierigen und kostenintensiven Erholung.

Die Organisation Guyra Paraguay kontrolliert die westliche Zone in Paraguay mit Satellitenbildern. Vor ein paar Jahren lag die durchschnittliche Rate der Abholzung bei 11.485 ha pro Monat, die Zahl ist erheblich gestiegen.

Wochenblatt / Ultima Hora

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1 Kommentar zu “Das ökologische Risiko im Chaco wird immer größer

  1. Der WWF ist selbst Erfüllungsgehilfe grosser Umweltzerstörungen. Was die weltweit verbrochen haben ist unglaublich, ich dachte früher auch das wär was Gutes!

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