Auf die Pandemie von Covid-19 folgt eine “Hungerpandemie“

Ciudad del Este: Händler und Geschäftsleute aus der Hauptstadt von Alto Paraná warnen vor einer “Hungerpandemie” und drängen auf einen Plan zur wirtschaftlichen Wiederbelebung. Sie schätzen, dass etwa 100.000 Angestellte von der Einstellung der Handelsaktivitäten bedroht sind.

Der Mangel an Alternativen für die wirtschaftliche Reaktivierung und an einer Projektion der Verlängerung der Quarantäne schürt die Unsicherheit der Geschäftsleute und Händler dieser Zone des Landes. Einige halten durch, während andere auf die zeitweilige Aussetzung der Arbeit zurückgreifen und sogar die Möglichkeit der endgültigen Schließung ihrer Einrichtungen analysieren, so die befragten Quellen.

Oscar Manuel Airaldi, ein Geschäftsmann und Berater der Handels- und Dienstleistungskammer von Ciudad del Este, hielt die Entscheidung, die Grenze geschlossen zu halten, um die Verbreitung des Coronavirus durch Infizierte aus Brasilien zu verhindern, für vernünftig, obwohl er davor warnte, dass das Fehlen von Maßnahmen, die die Entscheidung begleiten, zu einer “Hungerpandemie” führen könnte.

„Zu der Coronavirus-Pandemie und der Wirtschaftskrise füge ich noch eine komplexere hinzu, die Hungerpandemie. Es kann sehr schwer sein, weil der Mensch, der hungrig ist, Mut hat und deshalb nichts zu verlieren hat”, sagte er und fügte hinzu, viele Menschen würden “krank” werden.

Airaldi betonte, die fehlende Projektion der Regierung auf die Möglichkeit einer wirtschaftlichen Wiederbelebung verhindere Investitionsentscheidungen. Er schlug vor, ein Modell von Duty-Free-Shops für die Grenzstädte zu analysieren, eine Initiative, den die Gewerkschaften schon vor der Pandemie ins Auge gefasst hatten.

Der Geschäftsmann sagte weiter, dass es in dieser Hauptstadt des Departements etwa 4.700 Geschäfte gibt, von denen etwa 100.000 Arbeitnehmer abhängig sind.

Die Industrie- und Handelsministerin Liz Cramer war zurückhaltend bei der Bestätigung der für den 25. Mai geplanten Eröffnung von mehr Geschäften als ursprünglich geplant für Phase 2 der intelligenten Quarantäne.

Cramer sagte, es gebe umsetzungsbereite Protokolle, betonte aber, dass die Zustimmung des Gesundheitsministeriums abgewartet werde, um die Wirtschaft auf sichere Weise zu reaktivieren.

Wochenblatt / ABC Color

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7 Kommentare zu “Auf die Pandemie von Covid-19 folgt eine “Hungerpandemie“

  1. Kaneshapillai Kanagasuntharam

    Was will der Mann analysieren? Ein Modell von Duty-Free-Shops für die Grenzstädte? Und das soll gegen Hungerpandemie helfen? Ja, toll, Zollfreie Streichhölzer, paragauyschen Whiskey und noch billigere Zigaretten als 70 Cents die Packung. Da muss man schon ein Land suchen, wo Zigaretten noch billiger sind als in Paragauy. Das wird helfen gegen Hungerpandemie!

    1. “billigere Zigaretten als 70 Cents die Packung”

      70 Cents?

      2016 hab ich für ne Stange 12500Gs bezahlt, also etwa 2 Franke 30… umgerechnet in Euro wär das übern Daumen etwa 20 Cents fürs Päckli. Verdreieinhalbffachung des Preises in 4 Jahren??? Dann werden sie wohl ähnlich viel kosten wie heute in Norwegen…

      1. Kaneshapillai Kanagasuntharam

        Ah, sry, bin Nichtraucher. Weiß daher nicht was das Kraut kostet. Wusste nur, dass es sackbillig ist. Aber 20 Cents fürs Päckli ist ja schon extrem wenn man bedenkt, dass in Europa so ein Päckli sicher schon zwischen 10 und 20 Euro kosten dürfte.

        1. “Dann werden sie wohl ähnlich viel kosten wie heute in Norwegen…”
          sollte eigentlich heissen: …in zwölf Jahren…

          Und ja, 20 Cts ist nix – und sollte eigentlich auf der ganzen Welt so sein. Allerdings waren sie Anfang 2018 schon bei 18500Gs. Und zumal Mr. Tabesa nicht mehr Jefe im Land ist, dürften sie seither noch einiges weiter rauf gegangen sein (Vergleichsweise zu Europa aber noch immer billig.), was ich nur annehmen, und nicht faktisch bewerten kann, zumal mir eine gewisse C-Hoax-PsyOp für die geplante Reise nen dicken Strich durch die Rechnung gemacht hat.
          Aber gottlob bekomm ich hier vom Schwarzmarkt Tabak offen für 40 Euro das Kilo (1 Zigarette enthält im Schnitt etwa 1G Takak – man rechne selber, beachte aber natürlich noch Kosten für Filter und Papier zuzuziehen), und die Qualität ist auch noch einiges besser als jene von Kentucky. 😉

  2. Der Hunger läst sich mit gutem Willen leicht beheben, sobald gratis Essen in Armenküchen angeboten wird. Damit haben alle Essen und einige sogar noch Arbeit.

  3. Es wird nicht so einfach werden, wie hier in den Kommentaren behauptet wird. Das ist in anderen Ländern auch nicht leicht, leider. Ich halte mich mal mit Kritik etwas zurück, denn ich habe auch keine Rezepte zur Hand, die garantieren würden, das alles gut wird, keiner Hunger erleiden wird. Die Welt ist leider nicht so gut, nicht so sozial, das sie sich besonders um die Schwachen kümmert.

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