In Frankreich lebend und nun in Paraguay gestrandet

Areguá: Der in Frankreich lebende Harfenist Ismael Ledesma kam nach Paraguay, wo er am 25. März ein Konzert geben sollte. Jedoch machte das Coronavirus seinen Plänen einen Strich durch die Rechnung und er ist nun hier im Land gestrandet.

Ledesma wollte nach dem Konzert am 25. März nach Santa Fe (Argentinien) reisen, um sein neues Album “Arpa pura“ veröffentlichen. Aber das Coronavirus kam in Lateinamerika an und er musste nicht nur seine Konzerte in mehreren Städten der Welt absagen, sondern konnte auch nicht nach Europa zurückkehren und ist in Areguá gestrandet.

„Es ist eine echte Katastrophe für mich … weil meine Auftritte hier abgesagt wurden, ich hängen blieb und außerdem nicht nach Frankreich zurückkehren konnte. Ich habe die entsprechende Quarantäne in Asunción absolviert, bei einigen Freunden, die Platz für mich hatten und bin dann nach Areguá gekommen, wo ich mein eigenes Haus habe“, berichtete Ledesma.

Dies sind keine einfachen Tage für diesen Künstler, der seit Jahren in Europa glänzt. „Überleben ist ein Thema, das mich für immer verfolgt hat, also bin ich daran gewöhnt. Ich passe mich an mein Land an: Maniok, Grapefruits, Zitronen, Eier, Avocados und was ich kaufen kann. Wirtschaftlich ist es schwierig, weil ich seit mehr als anderthalb Monaten hier bin und mein Leben hier und in Frankreich bestreiten muss, wo meine Familie ist”, erklärt er.

Ledesma sagt, dass diese Zeit auf dem Land für ihn schwierig sei: „Ich bin allein hier, ohne meine Familie und Freunde sehen zu können, meine Frau ist auch allein in Frankreich, auf unser Zuhause beschränkt, meine beiden Töchter sind von uns isoliert, eine auf den Martinique-Inseln und die andere jüngere nicht weit von unserem Haus entfernt, aber ohne ihre Mutter besuchen zu können“.

Entmutigt gesteht Ledesma, dass er “im völligen Zweifel ist. Die Leute sagen mir, dass ich Glauben und Hoffnung haben muss. Ich versuche es, ich bin sehr gläubig, aber diese Situation, seit mindestens sechs Monaten keinen Job mehr zu haben, bringt mich vor die Realität, der ich mich stellen muss. Ich lebe ausschließlich von meinen Auftritten um das Überleben und das meiner Familie sicherzustellen. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was passieren wird, ich weiß nur, dass mir alles nach der Quarantäne sehr schwerfallen wird“.

Wochenblatt / La Nación

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1 Kommentar zu “In Frankreich lebend und nun in Paraguay gestrandet

  1. Kaneshapillai Kanagasuntharam

    Hauptsache hierzulande gibt es keine Menschen, die sich trotz SARS-V2.0-Infaktion – uhhh, pardon – die an Corona 1984 erkrankt sind – sich trotzdem gesund fühlen und an Skorbut abkratzen, weil sie null Plata haben, um was zu Gnampf, Gnampf zu kaufen. Kann man sich ja mit Kriminalität holen, zu Gnampf, Gnampf. Das werden wir dann schon bald alle selber feststellen dürfen.

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