Auffallend geringe Steuereinnahmen bei Fußballern

Asunción: Die Behörde SET hat auffallend geringe Steuereinnahmen bei Fußballern festgestellt. 84 Spieler haben 2019 nur 550 Millionen Guaranies an die Staatskasse entrichtet.

Dies sind 0,2% des vom Finanzministerium als Einkommensteuer (IRP) erhobenen Betrags. Nach Angaben des Unterstaatssekretärs für Steuern (SET) waren 2019 nur 84 Spieler einkommenssteuerpflichtig, obwohl dies einer der Berufe ist, die auf Länderebene mehr Geld verdienen. Der Durchschnitt von 550 Millionen Guaranies, aufgeteilt auf 84 Fußballer, beträgt 6,5 Millionen Gs. pro Spieler.

Die Gesamteinnahmen von der Behörde SET in Bezug auf diese Steuer im Jahr 2019 waren: 304,15 Milliarden Guaranies, das heißt, was die 84 Spieler beigetragen haben, sind nur 0,2% des Gesamtvolumens.

Diese auffallende Gegebenheit hat bereits in der Vergangenheit die Aufmerksamkeit der Behörde SET auf sich gelenkt und sie schätzt, dass der Betrag, der nicht abgeführt wurde, bei etwa 3,5 Milliarden Guaranies lag.

Zum Vergleich die Zahlen der Kongressabgeordneten. Im SET sind 142 registriert, bei denen es sich um Abgeordnete, Mitglieder des Parlasurs und Senatoren handelt. Sie zahlten 1,358 Milliarden Guaranies an Steuern, der Durchschnitt lag bei 9,5 Millionen Gs. pro Gesetzgeber und Jahr mit einem monatlichen Gehalt von mehr als 32 Millionen Guaranies.

Wochenblatt / Paraguay.com

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2 Kommentare zu “Auffallend geringe Steuereinnahmen bei Fußballern

  1. Tja, was machen wir den jetzt? Öhm, täglich hiesig Pflichtgrundschule von 4 Stunden vielleicht doch noch beenden? Nö. Mañana. Aber immerhin: sie haben es schon ausrechnen können. Phänomenal. Und das schon zwei ganze Tage nachdem es professionellen Fußball gibt im Paragauy. Phänomenal.

  2. Sie stellen also fest, daß nur 84 Berufsfussballspieler zur persönlichen Einkommensteuer (IRP) veranlagt wurden, und diese 84 Spieler insgesamt nur 550 Mio. Gs. an IRP bezahlt haben. Das sind doch die Zahlen, die der SET selbst erforscht und erhoben hat, und hat aufgrund diesen selbsterrechneten Grundlagen die Steuern berechnet. So weit, so gut!!!! Oder sollten etwa mehr Spieler veranlagt werden? Dann müsste der SET eben noch eine Erhebung vornehmen und nachprüfen, ob die bisherige Erhebung noch den Tatsachen entspricht oder nicht. Man kann von keinem Fußballspieler erwarten, über die notwendigen Kenntnisse in Steuersachen zu verfügen und sich dann evtl. freiwillig beim SET anzumelden. Dazu bräuchte er einen Fachmann in Steuersachen, den er dann auch noch bezahlen müsste. Und warum sollte er, wenn schon der SET direkten Zugriff zu den Daten eines jeden Fußballvereins hat, und sein Recht nicht wahrnimmt?? In Paraguay hat praktisch jeder seinen „Fußballverein“ der eine z.B. ist „Olimpista“ und der andere ist „Cerrista“. Und ist dann der Steuerprüfer des SET z.B. Cerrista und wird mit einer Buchprüfung des Vereins „Cerro Porteño“ beauftragt, so müsste man sogar damit rechnen, daß dieser nach eine Buchprüfung den SET davon informiert, daß keiner der Spieler des Vereins „Cerro Porteño“ mehr als 3 gesetzliche Mindestlöhne verdient und damit auch keine IRP-Veranlagung von Spieler vorgenommen werden zu brauche. Da wäre eher eine Prüfung der Einkommensteuerpflicht von Abgeordneten, Senatoren und Ministern ratsam.

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