Aus Versehen erschossen: 14-Jähriger hantiert mit Schrotflinte

Paso Yobai: Ein Teenager blieb allein zu Hause und griff neugierig nach einer Schrotflinte. Dabei löste sich ein Schuss und er starb.

Das Abfeuern einer Waffe erschreckte María Estela Cabañas, die sich im Haus eines Nachbarn befand. Ohne zu wissen was passiert war, rannte sie in ihr Haus und stellte sich das Schlimmste vor. Bei der Ankunft sah sie ihren 14-jährigen Sohn auf dem Boden in einer Blutlache liegen. Sie rief ihren Ehemann Juan Ramón González um Hilfe.

Der Vater brachte seinen Sohn Carmelo González (14) an Bord seines Motorrades in ein Krankenhaus, aber leider war jede Hilfe vergebens.

Laut Polizeibericht blieben die drei Kinder des Paares im Haus. Zwei von ihnen waren 17 und 10 Jahre alt, um Wasser aus einem Brunnen zu holen, der sich etwa 100 Meter vom Haus entfernt befindet. Sie ließen nur Carmelo zurück, der aus Neugierde an einer Schrotflinte, Kaliber 28 mm, hantierte. Versehentlich löste sich ein Schuss, der den 14-Jährigen im Kopf traf.

Die Tragödie ereignete sich am Dienstag gegen 17:00 Uhr in der Gegend von Tahyi, Bezirk Paso Yobai, Guairá. Heute, um 13:00 Uhr, fand die Beerdigung auf dem städtischen Friedhof statt.

Wochenblatt / Extra

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4 Kommentare zu “Aus Versehen erschossen: 14-Jähriger hantiert mit Schrotflinte

  1. Kuno Gansz von Otzberg

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    Will heissen dass die Waffe wohl geladen war oder vom Toelpel geladen wurde. Leider ist es heute so dass paraguayer Eltern ihren Kindern nichts absagen sondern ihren freien Willen lassen. Aus welchen Gruenden auch immer. Da spielt das Paraguayerkind halt leicht mit der Waffe. In diesem Fall muss er das Laufende an den Kopf gehalten haben oder in die Muendung „reingeschaut“ haben. Gerade Schrotflinten sind notorisch unsicher, zumal sie bei den Lateinern meist in schlechtem Zustand sind und oft Billigimporte aus Brasilien oder Tuerkei sind die etwas ueber 1 Million Gs kosten. Ein hartes stampfen mit dem Schaft, und das Ding geht los waehrend der Bub sich ueber das Muendungsende rueberbeugt um dahineinzuschauen.
    Gerade die „Beratungs- und Erziehungsresistenz“ der heutigen Jugend und Sproesslinge fuehrt zu solchen Unfaellen – da die Eltern es sich nicht mit ihren Kindern verderben wollen, denn das Pruegeln ist heutigentages verboten.
    Bei Gottlosen hilft allerdings auch das „Weichpruegeln“ nichts.

  2. Ja stimmt Kuno, dies musste ich auch oft feststellen, Kinder werden hier absolut zügellos erzogen,hehe. Sie machen, was sie möchten, sind aufdringlich, vorlaut und egozentrisch, also genau so wie man sie haben will?

  3. Trotzdem wundert mich immer wieder, wie das mit einer Flinte oder Gewehr möglich sein soll weil sie ja doch eine gewisse Länge haben. Bei einem Revolver einer Pistole ja, die ist klein und handlich aber eine Flinte eben nicht.

  4. Kuno Gansz von Otzberg

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    Es gibt auch unter Mennoniten Faelle wo die Schrotflinte „runterfiel“, losging und einen Menschen traf. Oft muss es so geworden sein dass ein anderes Kind wohl auf den Bruder zielte denn im Fernsehen sieht mans ja auch so. In der Presse und vor der Polizei duerfte mans dann aus scham so hinstellen „als ob die Flinte von alleine losging“ und versucht es den Waffenherstellern oder Gunshops anzukreiden. Die Kinder „spielen halt Krieg“ und dann kann es vorkommen dass das Ding gelade ist. Vor allem Schrotflinten koennen sich selbst ausloesen wenn sie hart gestossen werden beim herunterfallen oder eben hart gestossen werden indem man z.B. mit dem Schaft mit wucht auf den Boden stampft. Sollte nicht passieren aber die meisten dieser Dinger haben einen internen Hammer der jeden Moment vorschnellen kann wenn beim Abzug was nicht ganz in ordnung ist.
    Eine andere Moeglichkeit ist eben Selbstmord der aus scham als „Unglueck“ kaschiert wird.

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