Aus Versehen getötet und vergraben

J. Augusto Saldívar: Im November 2015 verschwand Ramón Alcaraz Aguiar auf unerklärliche Weise. Seine Knochenreste fand man heute in einem Waldstück, im Ortsteil 14. War es ein Unfall oder Mord? Ein mögliches Motiv gibt es.

María Amarilla, die Ehefrau von Ramón legte heute eine umfängliche Beichte bei der Polizei ab, nachdem sie und ihre drei Kinder verhaftet wurden. Sie sagte ausgerutscht zu sein, Moment in dem sie sich an seinem bein festhielt und er auch zu Boden ging. Eine Autopsie der Knochenreste macht es schwer, diese Aussage zu untermauern oder zu widerlegen.

Nachdem Ramón Alcaraz im November 2015 verschwand erstattete einer seiner Brüder eine Anzeige bei der Polizei. Da María Amarilla den Leichnam im Hof des Hauses vergrub, machte ihr die Polizei Angst, die jetzt auf einmal unangenehme Fragen stellte. Anstelle gleich zur Polizei zu gehen, versteckte sie danach die Reste nahe ihrem Bett im Schlafzimmer. Aber auch die eigenen Kinder wurden misstrauisch während der ganzen Zeit und fragten immer wieder, wo ihr Vater sei. Sie erklärte ihnen, er sei auf Reisen in Argentinien. Als diese Information die Polizei erreichte wurde ein Einreise- und Ausreiseprotokoll für die Person beim Migrationsministerium angefordert. Resultat: Keine Bewegung.

Obwohl auch die drei Söhne Enrique, Manuel de Jesús und Alfredo Alcaraz verhaftet wurden, erklärte die Mutter allein gehandelt zu haben.

María beichtete außerdem, von ihrem Mann regelmäßig verprügelt worden zu sein, was ein anderes Licht auf die Tat scheinen lässt und ein Motiv ins Spiel bringt. Insgesamt 8 Anzeigen gab es von der Frau wegen gewaltsamen Übergriffs ihres Mannes. Allerdings nahm sich die Polizei dieser niemals an. Sollte Verzweiflung eine Rolle gespielt haben?

„Viele Jahre ging ich auf Arbeit ohne geschlafen zu haben, voller blauer Flecken. Selbst ein Baby habe ich wegen seinen Gewaltexzessen verloren“, so die inhaftierte Frau.

Wochenblatt / Abc Color / Última Hora

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