Ausbeutung eines behinderten Kindes auf den Straßen der Hauptstadt

Asunción: Die Ausbeutung der Kinder scheint ein rentables Geschäft für die Eltern derer zu sein, die bettelnd Münzen an den Straßenrand tragen. Obwohl die Kinder täglich zu sehen sind und dies hin und wieder Unbehagen bei den Verantwortlichen des Kinderschutzes hervorruft, wird eigentlich nichts gegen die Verantwortlichen, die Eltern, unternommen.

Der Rechtsstreit von L. (9) der von der Ärztin María Cristina Silva letztes Jahr im September begonnen wurde sollte dem Jungen Schutz und Unterstützung bringen, Sachen, die der behinderte Junge niemals erfuhr.

Die Medizinerin informierte dass der 9 Jährige schwer geistesgestört ist mit motorischer Einschränkung sowie unterernährt weswegen er sich entweder im Bett oder einem Wägelchen befindet.

Die Ärztin erklärte, dass aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes er regelmäßig Arztkonsultierungen wahrnehmen müsse. Diese allerdings wird ihm verwehrt, wie auch eine Spezialbehandlung der Inpro oder einer anderen Institution die sich um behinderte Menschen kümmert.

„Das schlimme an der Sache ist, dass der Junge von seinem Vater benutzt wird um auf den Straßen zu betteln. Und weil er den ganzen Tag außerhalb des Hauses ist kann er nicht genügend essen weswegen er sich in dem beschriebenen Zustand befindet“, hebt die Ärztin hervor.

Die Codeni brachte den Fall bei der Staatsanwältin für Kinderfragen, Mirtha López, auf den Tisch die den Fall weiterreichte an die Richterin María Cristina Escobar.

Die Richterin ließ eine Sozialarbeiterin den Fall untersuchen und fand heraus, dass der Vater mit dem behinderten Sohn im Rollstuhl täglich rund 200.000 Guaranies einnahm.

Nicht gemeldet im Zivilregister

Obwohl L. im Jahr 2000 geboren wurde er erst 2010, als der Rechtsstreit begann, mit einer Geburtsurkunde ausgestattet.

Bei der Aussage des Großvaters, väterlicherseits, erklärte er, dass sein Sohn seinen Enkel aus Horqueta, Concepción, nach Asunción brachte als er drei Jahre alt war.

Er bestätigte ebenfalls, dass der Kleine ausgebeutet wird, was man an seinem Zustand leicht sehen kann. Er erklärte zudem, dass das gesammelte Geld für alkoholische Getränke und Crack draufgingen, welche sein Sohn und seine neue Frau konsumierten.

Der Großvater ist verärgert über seinen Sohn und sagte, nur nachts auf den Jungen aufpassen zu können, weil er tagsüber arbeiten müsse. Der Vater des behinderten L. erklärte das er alles bereut.

Am 23. November des vergangenen Jahres ließ die Richterin den jungen wieder zu seinem Großvater und seinem Vater, die sich nun um seine Ernährung und Pflege kümmern sollten. Nachdem festgestellt wurde, dass sie diesen Aufgaben nicht nachkamen wurde er am 2. August dieses Jahres in das Kinderheim „Hogar Pequeño Cottolengo“ gebracht.

(Wochenblatt / Abc)

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7 Kommentare zu “Ausbeutung eines behinderten Kindes auf den Straßen der Hauptstadt

  1. Wir auch – aber wer weiß, wozu solche Kinder sonst noch mißbraucht werden, wenn diese Möglichkeit nicht mehr besteht. Wir wollen damit solche Machenschaften nicht fördern –
    aber Schlimmeres verhindern……

  2. Leute, ihr seid wohl recht neu hier… des weiss doch jeder dass die kinder hier fuer ihre Alkohol-und Drogensuechtigen Eltern betteln muessen, deswegen nur bonbons oder essen geben!!! – ist nichts neues!

  3. Wir haben schon mal Brot und Käse gegeben weil wir vom Supermarkt kamen Wir sahen im Rückspiegel das man die Lebensmittel unserem Auto hinterherwarf. ! ! ! Die waren sauer weil wir kein Geld gegeben hatten so sieht´aus deshalb : nix mehr !

  4. @ Lui
    @ M iguel

    Uns ist auch bewusst, dass die Kinder nicht für Lebensmitttel auf die Strasse geschickt werden. Aber wir geben trotzdem etwas Geld.
    Wir fragen uns, was ein Alkohol- oder Drogenabhängiger
    seinen armen Kindern sonst noch zumuten würde. Jemand, der seine eigenen Kinder zum Betteln schickt, ist auch zu weit Schlimmerem bereit, wenn es so nicht mehr funktioniert.
    Wir wissen doch, dass Abhängige zu ALLEM bereit sind, nur um ihre Sucht zu befriedigen.
    Auch hier soll es ja Päderasten (die gern bezahlen) geben – deshalb werden wir weiterhin ein paar Münzen spendieren.

  5. Hallo Freunde,
    Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut.
    Mt 6,3
    Denn was zählt ist deine innere Einstellung die dir gutgeschrieben wird und nicht die materielle Wirkung.

    So reifen wir entweder zu krankmachenden oder heilenden Menschenpflanzen.

    Zu@Lilo und Georg Froelich sehe ich auch so …und der Hans ist kein Esel.

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