Aussetzung der Präsidentschaft wegen angeblicher Depression in Erwägung gezogen

Asunción: Angeblich soll Mario Abdo Benitez unter einer schweren Depression leiden und habe den Kongress um die Aussetzung seiner Präsidentschaft für 90 Tage gebeten.

Außenminister Euclides Acevedo musste eine Erklärung zu dem Thema abgeben und er versicherte, dass es nur ein Gerücht sei, dass der Präsident der Republik wegen eines Gesundheitsproblems eine 90-Tage-Genehmigung zum Aussetzen seiner Ämter vom Nationalkongress beantragt habe. Auch sein Privatsekretär hat die Möglichkeit völlig dementiert.

Angeblich sollte der Präsident um Erlaubnis für das Niederlegen seiner Präsidentschaft gebeten haben, da er sich in einer schweren Depression befände.

„Es ist ein Gerücht und keine Information“, erklärte Acevedo während eines Telefongesprächs mit dem Radiosender 650 AM.

Der Außenminister behauptete, das Thema sei nichts weiter als ein absolutes Gerücht und bekräftigte, dass das Schweigen des Staatsoberhauptes eine Ressource sei. In diesem Zusammenhang sagte er, er sei sicher, dass Benítez an Ostern öffentlich sprechen werde.

Der stellvertretende Privatsekretär der Präsidentschaft, Mauricio Espínola, erklärte seinerseits gegenüber dem Radiosender 970 AM, dass der Präsident der Republik normal arbeite. In Bezug auf das Gerücht, das in den Medien und in der öffentlichen Meinung im Allgemeinen behandelt wurde, sagte er, dass es völlig falsch sei. „Er ist fester als je zuvor“, fuhr Espinola fort.

Der Außenminister Acevedo kündigte im Gespräch mit dem Radiosender 1000 AM an, dass der Staatspräsident noch einmal in der Karwoche, so wie gestern, oder am Ostersonntag eine Botschaft an das Volk überbringen werde. Er erklärte weiter, dass es sich wieder um eine an alle Bürger des Landes gerichtete Rede handeln werde, die in Verbindung mit einer “guten Nachricht“ durchgeführt werde.

Seit den Demonstrationen, die im Laufe des Monats März infolge der Empörung und Erschöpfung der Bürger über die gesundheitliche und politische Krise im Land ausgelöst wurden, hatte der Präsident der Republik sehr kurze Auftritte mit kurzen Reden und keinen Antworten auf die problematische Situation im Land.

In der Zwischenzeit nimmt die Zahl der Covid-19-Infizierten täglich zu, wodurch das Gesundheitssystem aufgrund von Patienten an den Rand des Zusammenbruchs gerät und Millionen von Paraguayern in eine strenge Quarantäne gesperrt werden, die die in Betrieb befindlichen Wirtschaftsmotoren erneut deaktiviert.

Wochenblatt / EL Nacional

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3 Kommentare zu “Aussetzung der Präsidentschaft wegen angeblicher Depression in Erwägung gezogen

  1. Abdo war von Anfang an in seiner Präsidentenschaft schon überfordert und von Cartes geduldet bis gelenkt. Das kommt in diesen schwierigen Zeiten eben immer mehr hervor. So ist es eben, wenn man verwöhnte Söhnchen, die noch nie in ihrem Leben etwas gearbeitet oder gar geleistet haben, stets hinter hohen Mauern lebend, beschützt vor dem Volk, in hohe Positionen bringt. Das trifft ja nicht allein den jetzigen Präsidenten. Paraguay wird von ca. 200 reichen Clan-Familien beherrscht. Die Macht wird zwischen ihnen hin- und her geschoben bzw. in Absprachen verteilt. Niemand will ernsthaft den Anderen anschwärzen, denn jeder hat mindestens eine Leiche im Keller. Das „dumme Volk“ bleibt außen vor, darf zwar gelegentlich zum Schein wählen aber bitteschön immer brav bleiben und die Klappe halten. Folglich ist das Volk demotiviert und uninteressiert, verfallen eher in einen permaneten Zustand der Resignation und Apathie.

  2. Unterschätzt den Marito nicht. Wer „im Krankenstand beurlaubt“ ist, der kann nicht seines Amtes enthoben werden.

    Das letzte Mal ging die Abstimmung ja 42:36 denkbar knapp zu seinen Gunsten aus. BEVOR die Sache mit Taiwan bekannt wurde. BEVOR das ANR Gebäude Feuer fing. Gibt es noch ein drittes Amtsenthebungsverfahren, dann war es das wohl mit seiner Präsidentschaft.

    Diese Beurlaubung aus Depression könnte ein genialer Schachzug sein, diese Schmach sich zu ersparen. Als extra Bonus vielleicht „zur Behandlung“ sofort zu seiner Familie nach Miami zu reisen. Dann ist er in Sicherheit, immer noch Papier-präsident und geht mit intakter Reputation. Im Land vielleicht eher nicht, aber zumindest international wäre er sauber.

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