Impfstoffe: Paraguay kann nicht länger nur von Spenden leben

Asunción: Für den ehemaligen Außenminister Eladio Loizaga kann Paraguay nicht länger nur auf Spenden angewiesen sein, um seine Bevölkerung gegen Covid-19 zu immunisieren.

Der ehemalige Minister bestätigte in einem Interview mit dem Kanal GEN, dass es eine Entscheidung der Regierung sei, die Verhandlungen über den Kauf von Impfstoffen und die Erlangung weiterer Dosen voranzutreiben.

„Ich glaube, dass der paraguayische diplomatische Dienst und das Außenministerium ihre Sache gut gemacht haben, aber leider führen wir einen Krieg ohne Munition. Ein Krieg ohne Waffen, der Krieg der Impfstoffe. Die Industrieländer sprechen von Solidarität, aber es macht sich nicht bemerkbar. Wenn wir es uns ansehen, hat Kanada siebenmal mehr Impfstoffe, als seine Bevölkerung möglicherweise benötigt“, sagte Loizaga.

Im gleichen Sinne fügte er an, dass sich Paraguay zu stark auf den Covax-Mechanismus verlassen und dies habe zu dem Ergebnis geführt habe, dass wir heute in Bezug auf die Anzahl der in das Land eingeführten Impfstoffe und den winzigen Prozentsatz der derzeit geimpften Bevölkerung haben.

Der ehemalige Außenminister betonte weiter, in erster Linie habe man den Eindruck, dass es an einer Koordination zwischen dem Gesundheitsministerium und dem Außenministerium mangele, um die Impfstoffe zu kaufen. „Das Gesundheitsministerium versuchte alles und als er eng wurde, wandte man sich an das Außenministerium. Alle diese Verhandlungen werden von Regierung zu Regierung geführt, sogar die Unternehmen, die (die Impfstoffe) herstellen, verhandeln mit den Regierungen selbst“, sagte Loizaga.

In Bezug auf den Covax-Mechanismus betonte der ehemalige Minister, dass dieser die Bereitstellung von Dosen nur für 20% der Bevölkerung sicherstellt und die Verteilung der Impfstoffe über Covax nach den Ländern mit der größten Bevölkerung erfolgt.

„Paraguay hat 7 Millionen Einwohner, 20% wären 1,4 Millionen Dosen. Wenn Sie auf jede Person eine doppelte Dosis anwenden müssten, gäbe es nur 700.000 geimpfte Bürger”, erklärte er.

Wochenblatt / La Nación / Beitragsbild Archiv

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4 Kommentare zu “Impfstoffe: Paraguay kann nicht länger nur von Spenden leben

  1. Bei der giftspritze gibt es bereits pallettenweise ueberschuss bei Astra zenica. Nach der Namensänderung sind alle Ampullen mit dem alten namen fuer die entsorgung bestimmt, da niemand diese umettiketieren wird.

  2. Was mir auffällt, ist die Aussage des ehemaligen Außenministers, “daß Paraguay nicht länger auf Spenden angewiesen sein kann”. Endlich spricht es einer offen an! Die Kultur des Bettelns zieht sich wie ein roter Faden durch alle Gesellschaftsschichten. Jeder bettelt jeden an, bis hinauf in die Regierung. Wieviel Millionen hat wohl schon Taiwan dem “armen Paraguay” geschenkt? Angefangen vom Kongressgebäude über Militärausrrüstungen, Krankenwagen, Krankenhausausstattungen u.v.m. Paraguay ist wie ein Faß ohne Boden. Es ist ja nicht so, daß nur Taiwan ständig Geschenke macht, auch viele andere Länder sind mit dabei. Dabei vergißt Paraguay, daß die erbettelten Geschenke durch fleißige Bürger anderer Länder erarbeiten werden müssen. Wohlstand kommt nicht von allein, dafür muß man etwas tun, mitunter hart arbeiten und schuften, etwas was in Paraguay nicht so gerne angenommen wird. Und nun wiederholt sich diese Bettelei sogar im Bereich von medizinischer Versorgung für das eigene Volk. Aber da haben sich die Regierenden offensichtlich verkalkuliert. Andere Länder benötigen in diesen Zeiten auch Medizin und Impfmittel. Und wenn diese Länder dann nichts freiwillig raus rücken, werden sie beschimpft. Genau wie hier im Lande im täglichen Leben zu beobachten. Täglich wird man von Hinz und Kunz angebettelt oder man soll ihren Schrott abkaufen. Wenn man nichts gibt, dann wird man in übler Weise beleidigt und manchmal sogar bedroht.

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