Auto-Beschützer drohen mit Hungerstreik

Asunción: Die Autoaufpasser die in Asunción tätig sind werden nun, dank einiger Anzeigen von besorgten Bürgern, keinen Dienst mehr bei großen Veranstaltungen anbieten dürfen, so beschrieb es ein Kommuniqué der Nationalpolizei. Durchgesetzt wurde dies schon am Mittwochabend beim Fußballspiel Libertad – Universidad de Chile.

Nach Hochrechnungen der Presse verdienen diese bis zu 2 Millionen Guaranies pro Monat weswegen der jetzt angekündigte Protest nicht verwunderlich ist, somal sie ja die Arbeit der Polizei erledigen.

Die Vereinigung der Autobeschützer von Asunción und Umgebung drohte heute mit einem Hungerstreik falls sie am kommenden Montag nicht vom Bürgermeister der Hauptstadt empfangen werden sollten. Durch das erteilte Verbot der Nationalpolizei sehen sie sich in ihrer freien Ausübung der Arbeit beeinträchtigt und bitten um Hilfe. Diese Hilfe wurde ihnen im vornherein schon angeboten und zwar in Form von Weiterbildung bzw. Umschulungen. Allerdings wurde das Angebot ausgeschlagen.

Daniel Sánchez, Sprecher der Vereinigung, erklärte das sie ohne Einkommen auf die schiefe Bahn geraten und in den Supermärkten stehlen müssten, wie es 2001 in Argentinien passiert sei.

Der Präsident der besagten Vereinigung, Vicente Gómez, bat um ein Treffen mit dem Bürgermeister Arnaldo Samaniego. Ohne Erfolg bekam er eine Audienz beim Chef der Stadtpolizei Asuncións, Agustín Sapriza, der ihnen sagte, dass sie Arbeiten dürften jedoch ohne den Fahrern der Autos Summen vorzuschlagen oder gar ihnen zu drohen.

Gómez erklärte, dass einige Kollegen seit 3 bis 4 Tagen nicht mehr Arbeiten und schon Schulden in den Despensas (kleine Gemischtwarenläden) haben.

Für das heutige Konzert der Brasilianerin Ivete Sangalo wurde den Autoaufpassern untersagt einen Tarif zu nennen wenn sie ihren Dienst ausüben d.h. sie bekommen ihr Geld nach Belieben der Leute.

„Total verboten sei es Parklücken im Stadtzentrum zu besetzen und nur für Leute Freiräumen die kräftig dafür in die Tasche greifen. Falls es doch jemand passiert sollten das vermeintliche Opfer einen Polizisten ansprechen oder den Notruf wählen“, erklärte Óscar Ferreira, Polizeichef vom Bereich Asunción.

(Wochenblatt / Última Hora)

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5 Kommentare zu “Auto-Beschützer drohen mit Hungerstreik

  1. In meinen Augen ist dass „Vergewaltigung von Demokratie“.

    Sinnvolle Angebote werden abgelehnt, man will nur seine eigene Illegalität schützen.

  2. Sollen sie doch in den Hungerstreik treten. Sie arbeiten illegal und haben somit eigentlich keine Berechtigung irgend etwas zu fordern. Die Umschulungsmaßnahmen haben sie abgelehnt, weil da müssten sie aktiv etwas tun. Da ist es doch einfacher die Autofahrer abzuzocken.

  3. Ich hätte nichts gegen die Auto-Beschützer. Besser als wenn sie nichts verdienen und kriminell sind. Doch ist man sich eine gewisse Regelung gewöhnt aus EU. Wenn sie wenigstens ein Zettelchen abgeben könnten, dass man bezahlt habe. Meine damit, dass da jeder vorbei laufende behaupten kann, er werde mein Fz bewachen. Da frage ich mich, ob er es dann auch wirklich tut. Ich rege mich auf wenn die Kinder nicht in der Schule sind und stattdessen mein Moto beschützen möchten, obwohl es völlig unsinnig ist, da was Security-Team von Supermarkt diese Dienstleistung schon zur Verfügung stellt. Muss dem Kleine wohl trotzdem 500 Guaranies geben, damit mein Moto nachher noch heil dasteht.

  4. Ich habe auch nichts gegen diese Leute. Aber einige haben es einfach zu weit getrieben. Wer laesst sich schon gerne Erpressen ? Die korrekt gearbeitet haben, haetten ja Druck auf ihre Kollegen ausueben koennen.

  5. Für sowas habe ich überhaupt kein Verständnis. Ich habe mein Auto in Asuncion gemeldet und kann daher gratis in den Kurzparkzonen parken. Warum soll ich jemanden, der mit Kübel und Putzlappen sich auf die Strasse stellt, fürs Parken bezahlen. Hier kann ein jeder tun und lassen was er will. Das ist modernes Raubrittertum. Bei Veranstaltungen am Abend wollen die sogar manchmal bis zu Gs. 50.000,-.

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