Basilisa Vázquez: “Die PLRA ist auf dem Weg zum Aussterben”

Asunción: Die Rechtsanwältin und Direktoriumsmitglied der Liberalen Basilisa Vázquez erklärte, dass die Authentische Radikale Liberale Partei (PLRA) angesichts einer gigantischen Wahl- und Wirtschaftskrise einen intensiven Neugründungsprozess durchlaufen muss.

Vázquez wies darauf hin, dass der erste Schritt zur Gewährleistung dieses Wiederaufbaus der Rücktritt oder der endgültige Ausschluss von Efraín Alegre als Präsident der Liberalen Partei sein wird, da er die wahre Ursache für den Beinahe-Untergang der PLRA sei.

“Wir werden in Zukunft nichts mehr gewinnen, denn die PLRA ist auf dem Weg in den Untergang, denn sie ist bereits auf dem Weg dorthin. Leider merken die Liberalen erst jetzt, dass Efraín nicht der Kandidat war, den die Opposition brauchte, denn er hat die Oppositionssektoren bereits zerstört”, sagte sie.

Die Vorsitzende der Liberalen sagte eine noch katastrophalere Zukunft für die PLRA voraus und betonte, dass die Partei bei den Kommunalwahlen noch mehr an Stärke und politischer Vertretung verlieren könnte, wenn die derzeitige Krise nicht entschieden angegangen wird. Er beklagte auch eine Realität, mit der alle leben müssen: Die Liberale Partei wird nicht in der Lage sein, die Grube zu verlassen, in der sie sich befindet, nicht erst in zehn Jahren.

“Niemand will die Liberale Partei wählen, weil Efraín Alegre einen internen Krieg begonnen hat, der nur Hass unter den Liberalen erzeugt. Die unmittelbare Folge davon ist, dass uns die Öffentlichkeit am Ende der Wahlen am 30. April gesagt hat, dass wir keine Option für den Wandel sind und dass es besser wäre, wenn wir alle nach Hause gehen würden, weil es nichts bedeutet, ein paar Abgeordnete ins Parlament zu bekommen”, sagte er.

Für Vázquez kommt hinzu, dass die PLRA-Gelder absolut unkontrolliert, intransparent und unzureichend verwaltet werden. Efraín Alegre benutze seine Partei, um persönliche Vorteile zu beschönigen, während er die politische Gruppierung auch als Knüppel für jeden seiner Gegner benutze, sagte er.

Vázquez hat jedoch auch eine düstere Vergangenheit und ihre Kritik am Umgang mit finanziellen Mitteln ist bemerkenswert, weil sie als ehemalige Staatsanwältin wegen Bestechlichkeit aus ihrem Amt entfernt wurde. Hinzukommt, das ihr Ehemann bekannte Drogenbosse hinter Gittern besucht hat, als sie noch als Staatsanwältin arbeitete. Als Sprecherin und Ordonnanz von Blas Llano ist sie ein nützliches Werkzeug des Ex-Präsidenten Cartes.

Wochenblatt / La Nación / Twitter

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5 Kommentare zu “Basilisa Vázquez: “Die PLRA ist auf dem Weg zum Aussterben”

  1. Och, gebt doch dem Herrn Fröhlich in fünf Jahren noch eine Chance. Nachdem er zum dritten Male Zweiter an hiesig Vollprofi-Prästeinzeit-Präsidentschaftswahlen wurde, könnte es beim vierten Versuch ja klappen. Es heißŧ ja, im Leben hinfallen, wieder aufstehen und weiterkämpfen. Das sind die echten Kämpfer, die es schaffen. Solch Leute sind echt gesucht. Ich meine, nachdem er zum ersten Mal Zweiter geworden ist an hiesig Vollprofi-Prästeinzeit-Präsidentschaftswahlen, da hat man ihm doch auch die Chance gegeben. Und als er zum zweiten Mal Zweiter geworden ist an hiesig Vollprofi-Prästeinzeit-Präsidentschaftswahlen auch. Also für den Herrn Fröhlich & Family-&Amigo-Clan haben sich die Griffe ins Klo auf jeden Fall finanziell gelohnt. Ich will ja auch ein paar Millionen US-Dollar haben. Habe schon ein paar mal ins Klo gegriffen. Hat noch nicht geklappt. Und Tschüss, ich ich bin ja auch eine Kämpfernatur und versuche es gleich noch einmal. Man soll ja nie nie sagen. Ansonsten werde ich es mal mit Tellerwaschen versuchen. Das soll ja auch so ein Geheimtipp sein, um reich zu werden. Man o man, Authentische Radikale Liberale Partei, denen steht die Dummheit schon im Parteinamen geschrieben. Was soll das denn sein bittschön. Einige hierzulande finden diesen Parteinamen wohl auch noch authentisch-radikal lustig. Uh-uh-uh, jupp, finde ich auch.

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  2. Starker Tobac von dieser Dame. Sicherlich ist da so einiges bei den Libaralen im Argen und gehört dringend aufgearbeitet. In welcher Partei des Landes nicht? Doch so wie sie sich äußert, läßt das eher darauf schließen, daß sie auf der Gehaltsliste von Cartes steht. Keine Partei in PY ist vor Infiltration durch Cartes sicher, denn über Geld verfügt er ja mehr als genug. Und daß die Paraguayer immer bestechlich sind ist ja nun mehr als bekannt. Es wäre mal interessant zu erforschen, warum die Südamerikaner im Allgemeinen und die Paraguayer im Besonderen so sehr anfällig für Bestechung, für Bestechlichkeit, für Korruption sind und wo dieses kriminell-unmoralische Verhalten seinen Anfang nahm. Ich kenne bisher keine Forschungsarbeiten dazu, vermute mal aber, daß dies sehr eng mit den spanischen bzw. portugiesischen Conquistadores zusammen hängen wird, denen Intrigen spannen und Gewalt schon im Blut lag. Diebstahl und Beute machen stammen nachweislich von den indigenen Völkern. Schon die Conquistadores berichteten darüber, daß vor den Indigenen NICHTS sicher war. Die klauten wie die Raben, wenn man nicht aufpaßte, sogar die Schiffsanker waren vor ihnen nicht sicher. Und unter den Conquistadores befanden sich in der Masse Zuchthäusler, Verbrecher, Mörder und Totschläger, die mit Moral, Recht und Anstand nichts anzufangen wußten. Im Laufe der Jahrhunderte vermischten sich Indigene mit den Eroberern zu sogenannten Mestizen, den heutigen hellhäutigen Bewohneren Südamerikas.

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    1. Lukas 24,34 Der HERR ist wahrhaftig auferstanden, und er ist dem Simon erschienen!

      Och, dieses Video wird hier zensiert.
      Dieses Video zeigt dir Eulenspiegel alles.
      https://www.youtube.com/watch?v=Xq07gyB6yuA

    1. Dumm herum palavern kann bekanntlich jeder! Was sind aus Ihrer Sicht dann die Alternativen zu einer parlamentarischen Demokratie? Nicht die Parteien ansich sind die Feinde der Demokratie, sondern bösartige und skrupelllose Führer der Parteien, die es verstehen die Masse der Menschen (ob Parteimitglieder oder nicht) in ihrem Sinne zu manipulieren und zu mißbrauchen. In Paraguay sind das exakt die Führungsfiguren um Cartes herum, der fast alle gekauft hat. Um das zu verhindern, sollten z.B. in Deutschland wenigstens 55 % der gewählten Parteivertreter ausschließich durch ein Direktmandat gewählt werden können. Wer über Listenplätze (das ist die Mehrheit) von den Parteien aufgestellt wird befindet sich damit immer in einem Abhängigkeitsverhältnis zur Parteiführung, nicht aber in einer Verpflichtung gegenüber den Wählern. Und genau das wollen die etablierten Parteien (deren Führer) nicht. Auch wäre/ist es ein Unding, daß Bewerber für ein politisches Mandat mit hohen finanziellen Vorleistungen ihren Wahlkampf finanzieren müssen. Dadurch scheiden schon von vornherein weniger finanziell starke Bewerber aus, oder sie müssen Kredite und Geschenke von den Parteiführern zur Finanzierung ihres Wahlkampfes aufnehmen – und schon sind sie damit in der Abhängigkeitsfalle! Aus meiner Sicht sollte jeder Bewerber auf ein politisches Mandat unter Vorlage einer bestimmten Anzahl von Wahlbefürwortern aus dem Volk Anspruch auf Wahlkampffinanzierung durch den Staat bekommen. Somit wäre ein solcher Abgeordneter von niemand abhängig und niemandem gegenüber verpflichtet.

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