BBVA Paraguay steht zum Verkauf

Die spanische BBVA sucht mit Hilfe der Beratungsgesellschaft McKinsey nach einer neuen, weltweiten Strategie um im internationalen Wettbewerb zu bestehen und sich auf das digitale Zeitalter einzustellen. Carlos Torres ist seit dem 4. Mai die Nummer Zwei bei der Bank und leitet die Restrukturierung des Geldhauses.

Bereits der Vorgänger von Torres erwägte den Verkauf der paraguayischen Tochter, konnte die Maßnahme aber während seiner Amtszeit nicht mehr umsetzen. Branchengerüchten zu Folge liegen mehrere Angebote für die Übernahme von BBVA Paraguay auf dem Tisch der Banker. Der Preis für die viertgrößte am Bank am Platz wird auf 300 bis 450 Millionen Euro geschätzt.

Offizielle Angaben zu der geplanten Transaktion gibt es bisher nicht, aber aus verschiedenen Quellen der zweitgrößten spanischen Bank ist zu hören, in Paraguay habe man keine herausragende Rolle im Markt einnehmen können wie zum Beispiel in Mexiko, Argentinien, Kolumbien oder Peru und betrachtet den Standort daher als nicht strategisch.

Die Bank halte mehr als 1,7 Milliarden Euro an Aktiva und erwirtschaftete zuletzt einen Gewinn von knapp 25 Millionen Euro. Bereits seit drei Jahren verschlankt sich die Bank und hat bereits drei Standorte in Lateinamerika verkauft, was drei Milliarden Euros in die Kasse spülte. Im Dezember 2013 wurde die Tochter in Panama mit einem ähnlichen Geschäftsvolumen wie BBVA Paraguay für 645 Millionen USD verkauft.

Letztes Jahr wollte BBVA vergeblich ihre Tochter in Portugal veräußern, die mehrere Jahre in Folge Verlust machte, erhielt aber keine interessanten Angebote, stattdessen hat man einige Filialen geschlossen und hofft auf bessere Zeiten.

Nach Ansicht des neuen Chefs von BBVA in Paraguay, Agustín Antón, ist die Vertrauenskrise überwunden, die 2011 durch einen Betrugsskandal ausgelöst wurde, in dessen Folge die gesamte Führungsriege inklusive dem Präsidenten gehen mussten. Einige der Führungskräfte wurden mehrere Jahre für Tätigkeiten im Finanzsektor gesperrt und die Bank erlitt einen Verlust von 10 Millionen USD.

Quelle: El Confidenciál

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2 Kommentare zu “BBVA Paraguay steht zum Verkauf

  1. wie im Originalbericht der ABC klar zu entnehmen ist handelt es sich hierbei um ein Geruecht das von einer Person ausserhalb der Bank gestreut wurde weswegen niemand der Bankverantwortlichen diese These bestaettigt!

    1. Der „Originalbericht“ wie Sie es nennen kommt von „El Confidenciál“, wir nennen es Quelle und es steht unter dem Artikel. El Confidenciál beruft sich auf Quellen innerhalb der spanischen Mutterbank. Die paraguayische Tochter von BBVA will die Behauptungen nicht bestätigen und sprach von Gerüchten, was verschiedene paraguayische Medien, darunter ABC, so berichteten.

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