Bedenken über weiter ansteigende Abfallmengen

Asunción: Die Abfallmengen im ganzen Land steigen jedes Jahr immer weiter an. Vor allem in der Hauptstadt des Landes ist dies der Fall. Aufgrund dessen gibt es immer mehr illegale Mülldeponien, die die Umwelt erheblich verschmutzen.

Nach den neuesten Daten aus der Stadtverwaltung von Asunción fallen in der Hauptstadt des Landes durchschnittlich 800.000 Kilogramm Müll pro Tag an. Jede Person, die aus den Nachbarstädten der Metropolregion nach Asunción kommt, produziert pro Tag 700 Gramm Abfall, während die Einwohner das Doppelte erzeugen: 1,3 Kilo / Tag. Die monatliche Gesamtmenge der in Asunción anfallenden Abfälle beträgt etwa 21.000.000 kg.

Diese Zahlen ließen Beamte des Ministeriums für Umwelt und nachhaltige Entwicklung (Mades) aufhorchen. Sie sind dabei, eine Initiative zu entwickeln, um die illegalen Müllhalden in Asunción zu beseitigen, die eine große Umweltverschmutzung in den Bächen der Hauptstadt und im Paraguay Fluss verursachen.

Aufgrund von Presseveröffentlichungen musst das Umweltportfolio sofort handeln und ordnete die Beseitigung fester umweltschädlicher Abfälle von einer illegalen Mülldeponie, die in der Nähe des Botanischen Gartens liegt, an.

„An diesem Ort gibt es Reste von Altöl aus verschiedenen Autowerkstätten der Hauptstadt, die ohne Umweltkriterien gehandhabt werden und aufgrund der großen Menge sowie einer unsachgemäßer Lagerung das Grundwasser verunreinigen. Aufgrund dessen haben wir den Betrieb stillgelegt“, sagte Julio Mareco, Leiter der Rechtsabteilung für Umweltvergehen von der Mades.

Jedoch nicht nur in Asunción tauchen Probleme mit den steigenden Abfallmengen auf, in ländlichen Regionen ist dies ebenfalls der Fall. Das führt dazu, dass ebenfalls viele illegale Mülldeponien entstehen, ohne dass dabei auf eine umweltgerechte Entsorgung geachtet wird.

Wochenblatt / ABC Color

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4 Kommentare zu “Bedenken über weiter ansteigende Abfallmengen

  1. Ein weitaus beschönigenden Artikel, wie immer, wenn es um das Thema Müll geht. Real sind die Zustände in dicht besiedeltem Gebiet weitaus schlimmer als in solchen Medienveröffentlichungen zum Ausdruck kommt. Die Rede ist stets von illegalen Mülldeponien. Da stellen sich Einwanderungswillige vor, dass irgendwo etwas außerhalb der Stadt solche entstehen würden. Was in einem korrupten Land vergleichbar mit afrikanischen Staaten auch durchaus verständlich ist: Die armen Menschen behelfen sich selbst, da die Behörden nicht nur korrupt, sondern auch dumm und faul wie Bohnenstroh sind.
    In Tat und Wahrheit sehen die tatsächlichen Gegebenheiten jedoch ganz anders aus, noch um einiges an Dummheit und Faulheit aus solcher Medienmitteilungen zu entnehmenden Beschönigungen zu überbieten: Die Paraguchos, nicht alle, aber sehr viele, werfen ihren Abfall entweder dort hin, wo er anfällt, über den Zaun zum unbewohnten Grundstück oder einfach auf ihren Müllhaufen-Abfackel-Berg hinter dem Haus. Auch wenn eine Müllabfuhr vorhanden ist, doch diese kostet ganze 5 Euro, da ist die Wahl zwischen Bier und Müllabfuhr nicht schwer und den Behörden ist es schnurz, gut gibt es für sie noch Nebenverdienste wie den Amigos im Computersystem ein Kreuzchen zu klicken.
    Das Zusammenkehren des Laubs der aus Faulheit seit Jahren nicht gestutzten Bäumen und Sträuchern mitsamt dem an Ort und Stelle fallen gelassenen Müll geht dann in einem, obwohl man noch so viel Intelligenz von landesüblich durchschnittlich 82 aufbringen kann, das Laub oben und Toten Hund, gebrauchte Windeln und gebrauchtes WC-Papier, Blechbüchsen, E-Lampen, Akkus & Batterien und sonstig brennbares unten aufeinander zu stapeln.
    Diesen Tatsachen muss man einfach mal ins Auge sehen, auch wenn manche DÖCHler sich hierzulande nach eigenen Angaben sauwohl fühlen, so fühle ich mich in einem solch Ambiente eher als Sau als denn als Wohl. Kommt halt immer darauf an, aus welcher Gegend DÖCHs man hierher eingewandert ist.
    Das Schöne am Paragau ist dennoch, man kann seinen Müll überall hin werfen und die Amigos der Stadtreinigung sammeln das dann alle paar Jahre ein, wenn das Thema wieder aktuell ist. Jedenfalls die fünf Meter um den Stadtkern, den Rest an am Laufmeter anzutreffenden Müll stört sich keiner, im Gegenteil, freuen sich wieder etwas grati-Anfackelmaterial gefunden zu haben.
    Nun ist das zwar schön, dass aufgrund der Aktualität während einer Woche lang alles sauber wird, wenigstens in der Hauptstadt Asuncion, im Rest des Landes wird überhaupt nichts unternommen und ab nächster Woche gleicht auch Gran Asuncion wieder dem, was es ist, ein „dauer vor sich her rauchender und stickiger Abfallhaufen“. Denn wer schon von klein auf nichts anderes kennt, der riecht nichts mehr. Und fühlt sich sauwohl im Lande der schier unbegrenzten Freiheit und Korruption.

  2. Im Umweltministerium liegt dieser Masterplan http://www.icasa.com.py/trabajo/11 – eine Arbeit im Werte von fast 700.000 Dollar, der sicher Konzepte aufzeigt um dem Müllproblem Herr zu werden. Wieso äussern die sich nicht mal darüber? Warum sprechen die nicht mal mit den Municipalidades um Herr über dem Problem zu werden?

    Ja, zu viel Arbeit, da muss man koordinieren und und. Pressewirksam illegale Deponien schliessen und Multas einfordern ist viel einfacher.

    Dass das Problem wirklich massiv ist, lässt die Leute im Umweltministerium wohl erst recht nicht agieren – soll doch der Nachfolger sich drum kümmern.

  3. Textaufgabe: ca.650.000 Einwohner (Wikipedia) und Touristen von ASU erzeugen 800t Müll pro Tag.
    Die Touristen erzeugen so viel Müll, dass sich die Gesamtmüllmenge von ASU auf 2.100t pro Monat erhöht.

    Frage: Wie viele Touristen hat ASU, wenn jedem Touristen unterstellt wird, die Differenz an Müll zu erzeugen?

    Nebenbemerkung: Das mit den 0,7kg/Tourist an Müll steht so im Text der Redaktion des Wochenblatt.cc und da steht auch, dass jeder Einwohner 1300g Müll macht … (OK, der Einwohner ist garantiert 24h/Tag in ASU.)

    Das sit so idiotisch, dass es mir schwer fällt, auf „absenden“ zu drücken. Aber ich mach das.

  4. Wie kann man berechnen, wie ein Pendler/Tourist 0,7kg täglich an Müll produziert? Das wäre gar nicht einmal so viel, 700g sind wenig. Diese Zahl stimmt bestimmt nicht, das ist lediglich ein willkürliche Schätzung Daumen * Pi.
    Es geht doch nur darum irgend welche Zahlen zu präsentieren. Um davon abzulenken, dass der in Asuncion offiziell eingesammelte Müll zur Müllhalde 200m neben dem Rio Paraguay gekippt wird, die dann alljährlich während der Regenzeit Frühling/Herbst vom Rio Paraguay gesäubert wird.

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